Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 644 (sequence 782)
- Language
- German, English, Hebrew
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644 6. COUNCIL-SITZUNG: Unterzeichnung der Agency-Verfassung Marshall noch nach Palästina kommen wird, um die Wirklichkeit zu sehen. Ich wünsche ihm Glück, wir danken ihm für seine Arbeit und wir bitten ihn, das Album anzunehmen. (Beifall.) Vorsitzender Marshall: Freunde! Ich gebrauche dieses Wort, denn ich weiss jetzt, dass wir Freunde sind. Ich danke Ihnen für Ihre Freundlichkeit und Ihre Mitarbeit. Sie haben es möglich gemacht, diese grosse Arbeit zu leisten. Ich mochte Ihnen und vor allem Dr. Weizmann meine Dankbarkeit ausdrücken, der so planvoll gewirkt und dessen Anwesenheit in Amerika es den amerikanischen Juden möglich gemacht hat, in die Jewish Agency einzutreten. Ich brauche nicht nach Palästina zu gehen, um mir ein Bild davon zu machen, ich habe das Bild Palästinas seit meiner Kindheit in der Seele. Mit 17 Jahren schrieb ich ein Stück „Bar Kochba", das in Palästina spielte. Leider ist es verloren, und ich kann es den Experten nicht zur Begutachtung vorlegen. Aber sicher wusste ich schon damals etwas von der Geographie Palästinas. Ich hoffe, dass wir noch oft zusammenkommen. Ich hoffe, wir haben nicht vergeblich gearbeitet, und die Einheit, die wir geschaffen haben, wird eine Einheit für alle Zeiten sein und das grosse Ziel verwirklichen, nach dem wir streben. (Starker Beifall.) Nunmehr wird die Verfassung der Jewish Agency unterzeichnet. Für die Zionistische Organisation unterschreiben Dr. Weizmann und N. Sokolow. Dr. Weizmann (nach der Unterschrift): In diesem Momente ist es mir schwer, in Worte zu kleiden, was ich fühle, und ich will nur wünschen, dass, wenn wir uns in zwei, in drei Jahren wiederfinden, wir es erleben werden, dass ein grosses Stück Arbeit in Palästina, in Erez Israel geleistet worden ist. Ich hoffe es, ich glaube daran, und es wird werden. Wir werden in unseren Tagen erleben Erez Israel habenujah. Was wir heute machen, ist Jeruscholajim schel mattah. Es gibt auch ein Jerusalem schel maalah. Diese beiden werden aufeinander wirken zu einem harmonischen Ganzen, allen zum Nutzen, den Juden zur Ehre und der Welt als Beitrag dessen, was wir an kultureller Arbeit leisten können. Schalom, Schalom, larachok welakarow. Präs. der zionistischen Exekutive N. Sokolow (hebräisch): Meine Herren! Als wir aus San Remo nach London zurückkamen, wurden wir auf der Station mit einem Sefer Thora empfangen, das unserem Volke das Heilige ist. Rabbiner haben uns begrüsst, und sin grosses Publikum hat uns empfangen, um den erhabenen Moment zu grüssen. Ich sollte sprechen, aber ich konnte keine andern Worte finden als unser traditionelles Gebet, und dieses spreche ich auch jetzt aus: „Schehechejanu wekijmanu wehigianu lasman hase."