Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 623 (sequence 761)
- Language
- German, English, Hebrew
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Remez, Shiplacoff, Daiches, Lewis 623 Massen des jüdischen Volkes der ganzen Welt erfasst haben, aber ich glaube im Namen der grossen Massen von Amerika sprechen zu dürfen. Wenn ich eine Bemerkung zu den hier erstatteten Berichten machen soll, so möchte ich sagen, dass ich mit ihnen voll übereinstimme. Wir beginnen einander allmählich zu verstehen. Ich möchte gern feststellen, dass es möglich wäre, die Jewish Agency zu demokratisieren, soweit Amerika in Frage kommt. Fast eine Million organisierter jüdischer Arbeiter in den Vereinigten Staaten sind durchaus gewillt, an diesem Werke mit Herz und Hand mitzuwirken. Die grossen jüdischen Arbeitermassen wollen sich dieser Bewegung anschliessen, nicht als Nichtzionisten und nicht als Nicht-Poale-Zionisten, sondern zusammen mit den übrigen Männern, die dieses grosse Werk unterstützen. Dr. S. Daiches (England — spricht englisch): Als Zionist und nichtzionistischer Delegierter halte ich es für meine Pflicht, einige Worte den Reden hinzuzufügen, die hier gehalten worden sind. Während wir hier sitzen und sprechen und Reden anhören, sitzen jetzt in allen Ländern der Welt jüdische Männer und Frauen und fragen sich: Was geschieht in Zürich? Die Jewish Agency ist geboren, wird sie ein Erfolg sein} Welche Schwierigkeiten hat es gekostet, sie in die Welt zu bringen? Ich muss hier den Tribut des Dankes zollen Herrn D'Avigdor Goldsmid, dem Präsidenten des Board of Deputies, der mit grossem Eifer, grosser Selbstaufopferung dabei mitgewirkt hat, den englisch-jüdischen Teil in die Agency hineinzubringen. Wird die Agency ein Erfolg sein? Wir sind überzeugt, dass sie ein grosser Erfolg sein wird, einen gewaltigen Schritt nach vorwärts bedeutet dank der staatsmännischen Weisheit Dr. Weizmanns. Was Herr Wassermann, was der praktische Kaufmann und Financier Dr. Frankel gesprochen hat, was Louis Marshall gestern so klar ausgedrückt hat, das zeigt, dass sie wirklich alle eins sind mit uns, mit dem grossen Streben, Zion aufzubauen. In diesen neuen Tagen sagen wir es, dass alle Zionisten sind und gekommen sind teilzunehmen an dem grossen Werk des Palästinaaufbaus. Nicht 95 Prozent des jüdischen Volkes sind unserem Gedanken fern, sondern 95 Prozent sind ihm äusserst nahe. Haben wir denn alle aufgehört, unsere Gebete um Zion zu sprechen? Wir müssen eine starke Agency haben, die noch grösser wird, die noch weitere Teile des Judentums aufnimmt. JudgeW. M.Lewis (Amerika, Zionist — spricht englisch): Es ist ein ganz ausserordentliches Vergnügen für einen amerikanischen Zionisten, auf dieser Plattform zu stehen. Wir Zionisten in Amerika begrüssen die Jewish Agency, weil wir wissen, wer sie macht Und da wir das wissen, waren wir überzeugt, dass die Agency ein Erfolg werden würde. Wir Amerikaner werden von den europäischen Juden häufig missverstanden. Wir brauchen die Agency. Die Juden in Polen