Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 621 (sequence 759)
- Language
- German, English, Hebrew
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Ben Gurion, Remez 621 nissen und Möglichkeiten des nationalen Kapitals, sie steht auch in keinem Gegensatz zum privaten Kapital. Diejenigen, die auf dem Kongress anwesend waren, wissen, dass die organisierte jüdische Arbeiterschaft in Erez Israel Verhandlungen mit der Vereinigung der jüdischen Industriellen führt, um einen Modus zu finden, der es ermöglichen soll, nicht eine ideologische Harmonie herbeizuführen, sondern einen Ausgleich, einen praktischen Ausgleich zwischen den Bedürfnissen eines kulturellen jüdischen Arbeiters und den wirtschaftlichen Bedürfnissen des jüdischen Kapitals im Lande. Wenn die Arbeit der Agency auf der Grundlage geführt werden wird, dass die grosse Kraft, auf die sich unsere Arbeit in Erez Israel stützt, eine menschliche und eine würdige zu sein hat, dann wird Erez Israel der Träger der grossen jüdischen historischen Renaissance-Idee werden. Und die Agency wird zum Hauptträger des Aufbaues Erez Israels werden. (Beifall.) D. Remez (Erez Israel, Zionist — spricht jüdisch): Vor allem möchte ich meine Befriedigung darüber ausdrücken, wie der Nichtzionist Dr. Frankel die beiden zentralen Probleme des Aufbaus formuliert hat. Er hat den Prozentsatz unserer Bevölkerung in Palästina — 17 Prozent — und den Prozentsatz unseres Bodenbesitzes — 10 Prozent — hervorgehoben. Wir wollen, dass die dritte Epoche, von der Ussischkin gesprochen hat, die der Agency, ihm die Antwort gebe, eine kurze Antwort, wie sie einem klugen Volke geziemt: „Stehe auf und erlöse". Die noch freien Teile fruchtbaren Bodens, die in Erez Israel allgemein zum Kauf ausgeboten werden, sollen Eigentum des jüdischen Volkes werden. Vergessen Sie nicht, dass es ausser einem jüdischen auch ein arabisches Amerika gibt, das jetzt seine Söhne nach Erez Israel zurückschickt. Sie kommen mit schweren goldenen Ringen und mit Kapital. Und die Orangenkultur, die jetzt in Erez Israel so intensiv betrieben wird, übt nicht nur auf das jüdische, sondern auch auf das arabische Kapital eine Anziehungskraft aus. Es ist überhaupt gefährlich für unsere Arbeit in Erez Israel, dass wir nur zehn Prozent des Bodens besitzen. Dass es so ist und dass der Boden nicht warten wird, muss täglich und stündlich vor den Augen dieser Jewish Agency stehen. Schon Ussischkin hat gesagt, dass wir in bezug auf das Bodenproblem schwer gesündigt haben, weil der Boden schweigt. Es ist das eine der schlimmsten Unterlassungen dieser 25 Jahre. Schmarjahu Levin sagte, jedes Volk habe soviel Anteil am Himmelreich, wieviel Anteil am Boden es besitze. Mit dem Himmel von Erez Israel allein werden wir kein nationales Heim errichten, wir müssen unseren Anteil am Boden haben, nationalen jüdischen Boden, der dem Volke gehört. Wir kommen nach Erez Israel, das von einer arabischen Bevölkerung bewohnt ist, und erklären, dass wir ein Recht auf den Boden haben, der noch frei ist. Wir wagen es vor aller Welt zu sagen, vor der sozialistischen Internationale,