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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 618

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 618 (sequence 756)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7768-3483916
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3. COUNCIL-SITZUNG: Generaldebatte kaufe von Privaten in Palästina können ausserordentlich verdienstvoll sein; sie müssen es nicht immer, aber sie können es sein und in den meisten Fällen werden sie es sein. Aber es sind verdienstvolle Taten von einzelnen Juden und nicht Taten des Judentums. Eine Tat des Judentums ist nur der Erwerb des Bodens für das Judentum, für den jüdischen Besitz, und es ist klar, dass Boden, der mit allgemeinen Mitteln gekauft worden ist, nicht einzelnen wahllos zugute kommen kann, er muss im Interesse des Landes, im Interesse des Volkes verwaltet werden. Und hier muss Spekulation ausgeschaltet werden. Aber nicht in allem ist Spekulation auszuschalten, das wäre ein Unglück. Haben wir sie in der Bodenpolitik Palästinas ausgeschaltet, so haben wir schon sehr vieles getan. Die sonstige menschliche Tätigkeit bedarf noch der Spekulation. Sie werden selten einen Fabrikanten finden, der sein Unternehmen darauf eingerichtet hat, dass es fünf bis sechs Prozent Ertrag abwirft und dass der Rest der Allgemeinheit zufällt. Es ist das gegen die menschliche Natur und gegen den menschlichen Erwerbssinn. Wollten wir Palästina so verwalten, so würde nichts daraus werden. Für individuelle Tätigkeit kann aber natürlich die Allgemeinheit mit öffentlichen Mitteln nicht einstehen. Sie kann ihr die Mittel nicht geben, sie kann dem einzelnen das Gehen lehren, aber sie kann ihn nicht dauernd am Gängelband führen. Das ist eine Sache privater Unternehmungen, und wenn die heute erwähnte Korporation eingreift, tut sie ein ausserordentlich verdienstvolles Werk, das wir nicht beeinträchtigen sollen. Es ist klar, dass ein Unternehmen, das von diesen Leuten, die Herr Frankel genannt hat, ins Werk gesetzt wird und das durch ausreichende Beteiligung gestützt wird, nichts gegen Palästina, gegen die Einwohnerschaft und gegen das Judentum tun wird. Selbstverständlich ist, dass diese Korporation eine dauernde enge Fühlung mit der Agency und mit der Einwohnerschaft Palästinas, mit der sie ihre Geschäfte machen will, haben muss. Sollte sie das nicht tun, dann wird sich die Opposition in den jüdischen Kreisen ganz von selbst regen. Dann wird aus dem Keren Hajessod und aus dem Keren Kajemeth, die heute hauptsächlich in den Dienst der Landwirtschaft, in den Dienst des Bodenerwerbs und der Bodenverarbeitung gestellt sind, etwas anderes werden, etwas darüber Hinausgehendes, weil das jüdische Gefühl der Massen sich einfach dagegen sträubt, dass in Palästina irgend welche Ausbeutung getrieben wird. Und es wird der Keren Hajessod und der Keren Kajemeth von den jüdischen Menschen und Herzen die Mittel bekommen, der Korporation Konkurrenz zu machen. Wir können aber die Arbeit der Korporation nicht unter der unverantwortlichen Leitung der Jewish Agency, wie hier angeregt worden ist, führen wollen. Verantwortlich ist der, der die Mittel dazu gibt, und er braucht sich unerbetene Einmischung nicht gefallen zu lassen. Ich glaube, dass das Programm, das Weizmann heute hier aufgestellt hat, in jeder Beziehung unterstützt werden kann. Nur eine Bemerkung dazu. Weizmann hat gesagt, dass Landwirtschaft, Industrie, Handwerk,

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