Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 612 (sequence 750)
- Language
- German, English, Hebrew
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612 3. COUNCILSITZUNG: Generaldebatte in dieser genieinsamen Arbeit, die einen leben in Palästina und bringen dort Opfer, und die andern sitzen hier und erteilen Rat. Wenn diese jewish Agency ihr Ziel erreichen will, dann wird es zwar verschiedene Tätigkeiten jüdischer Menschen geben müssen in Erez Israel und ausserhalb des Landes, aber alle werden in gleicher Weise durch Opfer zu erweisen haben, dass sie die Gesamtverantwortung für diesen Aufbau tragen. Es gibt keinen Gegensatz zwischen Korporation und Keren Hajessod. Im Gegenteil: Der Keren Hajessod ist für lange Jahre die Voraussetzung für die Ermöglichung von Investitionen. Aus wirtschaftlichen Motiven ist keiner zu uns gekommen. Alle, die wir gewinnen, können erst zu uns kommen, wenn sie begriffen haben, dass der wichtigste Teil des Betriebskapitals in dieser Jewish Agency die Idee ist, die Idee nämlich, die Jugend schafft, die Jugend erhebt und Jugend zusammenfasst. Und diese Idee muss eine sein, die den ganzen Menschen erfordert, wie es die zionistische Idee tut. Es schien mir wichtig zu sein, einmal auf die veränderte Situation im jüdischen Leben hinzuweisen, als deren Ergebnis diese Jewish Agency zu betrachten ist, in die die schönste Idee als ein Betriebskapital von uns hereingetragen worden ist. Wir tun so, als ob diese Jewish Agency das Ende einer Entwicklung sei. Sie freuen sich über die schönen Reden, die hier gehalten wurden. Wir wissen, dies ist ein hoffentlich guter Anfang einer neuen Entwicklung. Wir kommen nicht nur mit dem, was wir bisher geleistet haben, sondern zugleich als Fordernde in diese Partnerschaft. Sic haben das Recht von uns zu fordern, dass wir das Mögliche tun und vielleicht sogar viele unserer Menschen opfern. Wir haben das Recht zu fordern, dass Sie die Gesamtverantwortung mit uns übernehmen. Dazu gehört Ihre Opferwilligkeit. In einer solchen Versammlung sieht et manchmal so aus, als ob das Beste die festliche Stimmung ist. Doch w i r schliessen uns zusammen vor allem für die schweren Zeiten, die kommen können. Vor uns steht eine unendliche Aufgabe, und wir wollen in Ihnen einen Kampfgenossen auch für die Zeiten der Krise, in denen wir gemeinsam die Sorgen tragen wollen. Das echte Vertrauen, welches wir Ihnen entgegenbringen, ist das menschliche Vertrauen, das uns das Recht gibt, an Sie Forderungen zu stellen. Wir wollen mit Ihnen ein freies Leben in Erez Israel schaffen, ein jüdisches Leben in Freiheit und Unbefangenheit, den Beginn der vollen Verwirklichung des in Wahrheit auch von Ihnen akzeptierten Basler Programms. (Beifall.) Prof. Dr. Lipman (Amerika — spricht englisch): Ich will meine Bemerkungen auf drei oder vier Hauptpunkte beschränken, die heute vormittag von Dr. Weizmann und Dr. Frankel erwähnt wurden. In einem kürzlich erschienenen Buche erörtert Dr. Granowsky in konkreter Weise die Empfehlung der Joint Palestine Survey Commission in bezug auf die Förderung privaten Bodenbesitzes in Palästina.