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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 584

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 584 (sequence 722)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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584 1. COUNCIL-SITZUNG: Eröffnungsreden dem Eintritt von Nichtzionisten in die Agency überhaupt nichts wissen und von der grossen Mehrheit, die der Erweiterung zugestimmt hat, würde gai mancher das Commercium einem Connubium vorziehen, das ihnen nicht wegen der Schönheit oder Tugend der Braut, sondern wegen ihrer erwarteten grossen Mitgift überhaupt annehmbar erscheint. Trotzdem zweifle ich keinen Augenblick daran, dass unsere Ehe gut und glücklich für beide Teile ausfällt. Wir bringen viel mehr mit als Geld. Wir bringen unser moralisches Gewicht, wir bringen Ihnen die Einheit und die Einigkeit mit. (Beifall.) Es ist nicht gleichgültig, ob politische oder materielle Forderungen vom Jischuw und der Zionistischen Organisation oder aber von der Judenheit der Welt erhoben werden. Wir bringen auch viel mehr Verständnis mit, als manche uns heute noch zutrauen für das, was Ihnen, was uns und was namentlich Erez Israel nottut. Wir wissen ebensogut wie Sie, dass Fortschritte nur erzielt werden können, wenn uns die Jugend gewonnen, der Enthusiasmus erhalten bleibt und immer wieder erweckt wird. Wir werden also nichts tun und nichts zulassen, das uns die Jugend abspenstig macht und den Enthusiasmus dämpft. (Beifall.) Und wir wissen endlich ganz genau, dass der Jischuw in Erez Israel nicht Objekt, sondern Subjekt unserer Tätigkeit ist. Nicht gegen ihn und nicht über ihn, sondern für ihn und mit ihm wollen wir arbeiten. (Lebhafter Beifall.) Nur so kann unserer Mühe Erfolg beschieden sein, nur so können wir etwas aufbauen, was dem Judentum zur Ehre und der Welt zum Nutzen gereicht. Ich sehe der Zukunft mit vollstem Vertrauen entgegen und hoffe, dass die heute noch Zaudernden von beiden Seiten sich uns bald anschliessen werden. (Lebhafter, andauernder Beifall.) Felix M. Warburg (Amerika — spricht englisch): Ich habe absichtlich meinen Namen an das Ende der Liste gesetzt, weil ich wusste, dass viele Bekenntnisse hier gemacht werden würden. Als wir daran gingen, die Agency-Konstitution zu entwerfen, verstanden wir wohl die Schwierigkeiten und kannten die Besorgnisse, die von allen Seiten zum Ausdruck kommen würden. Ich habe Erfahrung mit Komitees, die für das Wohl der Menschheit arbeiten, und ich fand immer, dass die Juden aller Schattierungen ihre Differenzen beiseite Hessen und gut zusammenarbeiteten. Ich bin sicher, dass dies auch in der Jewish Agency der Fall sein wird. Es ist sehr passend, dass wir in der Schweiz zusammentreten, als deren Leitspruch das Dichterwort gilt: „Seid einig, einig, einig!" Sir Herbert Samuel hat eine herrliche Rede gehalten, von der ich jedes Wort unterstreiche. Aber etwas hat er gesagt, was ich nicht liebe. Er sprach von Menschen, die beobachten. Ich glaube, man hat zu

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