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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 536

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 536 (sequence 674)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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536 19. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der politischen Kommission eine spezielle Kommission zum Studium dieser Frage bestimmte, welche nach dem Kongress zwecks Beratung und Ausarbeitung von Vorschlägen» aie dann der Exekutive zur weitern Behandlung übergeben werden, in London zusammentreten soll. Dieser Kommission gehören an: Das Präsidium der politischen Kommission (Dr. Ringel, Dr. Arlosoroff und Dr. Nurok), ein Mitglied des Waad Leumi und ausserdem sechs andere Mitglieder. Was die wirtschaftlichen Fragen anbetrifft, hält die politische Kommission die Frage einer internationalen Anleihe für eine der wichtigsten und dringlichsten. Sie hofft, dass auf Grund der seit dem Wiener Zionistenkongress geleisteten Vorarbeiten diese Bemühungen fortgesetzt und zu einem positiven Abschluss gebracht werden können. Diese wichtige Frage steht auch im engsten Zusammenhang mit einem grosszügigen Arbeits- und Organisationsplan, der von der Exekutive auf Grund der bisherigen Ergebnisse und Erfahrungen unserer Kolonisationsarbeit aufgestellt werden soll. Die politische Kommission befasste sich noch intern mit Fragen, die zwar sehr wichtig, aber zu kompliziert sind, um auf diesem überlasteten und jetzt auch überhasteten Kongress im Plenum diskutiert und erledigt zu werden. Die eine dieser Fragen ist die sogenannte Landespolitik im Galuth, und zwar die Notwendigkeit einer Enquete, eines Studiums, inwieweit die eigentlich zionistische Arbeit und die Kraft der Zionistischen Organisation durch die lokalpolitische Arbeit gestärkt oder aber geschwächt wird. Der nächste Kongress wird sich mit dieser Frage wohl oder übel befassen müssen. Es wäre gut, wenn die Exekutive vorher diese Frage speziell für die Länder Ost- und Zentraleuropas zum Gegenstand ihres Studiums macht. Auf einem ganz anderen Gebiet liegt eine Frage, in welcher von der Exekutive die Fortsetzung der begonnenen Schritte von seiten der politischen Kommission verlangt wird. Es ist dies eine Herzensfrage des jüdischen Volkes, und sie muss auf diesem Kongress, der am 25. Todestage Theodor Herzeis eröffnet wurde, erwähnt werden. Der im Testamente Herzls ausgedrückte Wunsch, man möge seine Gebeine nach Erez Israel überführen, muss erfüllt werden. Dies ist eine Ehrenschuld des jüdischen Volkes und der Zionistischen Organisation. Im nächsten Jahre jährt sich zum siebzigstenmal der Geburtstag Herzls. Die Exekutive wird sicherlich ihre Bemühungen fortsetzen, um gerade in dieser Zeitperiode die Vorarbeiten hiefür zu beschleunigen. Ich bin nun am Schlüsse meiner Ausführungen angelangt.

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