Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 532

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 532 (sequence 670)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476286--7682-3483830
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

532 19. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der politischen Kommission Die Verbreitung jüdischer Kultur trotz den beispiellosen Verfolgungen und Unterdrückungen rettet das Volk vor Untergang, und daher spricht der Kongress allen denjenigen, die den Helden jüdischer Kulturarbeit zu Hilfe gekommen sind, seinen Dank aus und fordert sie auf, mit ihrer Hilfeleistung, die die Erhaltung des Judentums sichert, fortzufahren. Die Verlesung der Resolution ruft starken Beifall hervor. Dr. Ch. Arlosoroff (A. C, Hitachduth): Ich bedaure, feststellen zu müssen, dass diese Resolutionen, so richtig sie dem Inhalt nach sind, politische Resolutionen sind. In der Tat hat sich die Politische Kommission mit dieser Frage befasst, und es liegen von ihr Resolutionen in einer viel glücklicheren Form vor. Ich schlage vor, diese Resolutionen zurückzustellen, bis die Anträge der Politischen Kommission behandelt werden. Der Antrag Arlosoroff wird angenommen. Del. Frau Sch. Persitz: Nun wurde eine Begrüssung an die Habimah angenommen, die lautet: Habimah. Die Mitglieder von „Habimah" haben dank ihrer hingebungsvollen, vor keinen Opfern und Hindernissen zurückschreckenden Arbeit das hebräische Theater aus seinen kleinen und unsicheren Anfängen auf das Niveau einer künstlerisch wertvollen Bühne, dem die ganze Kulturwelt Anerkennung zollt, gebracht. In dem Lande der Unterdrückung des hebräischen Geistes und der hebräischen Sprache — in Sowjetrussland — haben sie das Banner der hebräischen Kultur erhoben, und ihr Auftreten in den verschiedenen Ländern hat dem Gedanken der Wiedergeburt der hebräischen Kultur Ehre gebracht. „Habimah" erwarb sich die Sympathien und das Vertrauen des jüdischen Publikums in Palästina und in der Galuth und flösste den breiten Schichten des Volkes Mut und Glauben an die kulturellen Werte der hebräischen Sprache und Kultur ein. Es ist ein dringendes Bedürfnis, dass die „Habimah" ihr Haus in Erez Israel errichtet, um im Rahmen des dort entstehenden neuen jüdischen Lebens zu wirken und zu schaffen. Von Erez Israel aus wird „Habimah" von Zeit zu Zeit in die Länder der Galuth gehen, um dort im Geiste der hebräischen Renaissance zu wirken. Der XVI. Zionistenkongress anerkennt daher die grosse kulturelle, nationale und künstlerische Bedeutung der „Habimah" sowohl für Erez Israel als auch für die Galuth und beauftragt die Exekutive, zur Sicherung der Existenz und Weiterentwicklung der „Habimah" nach Möglichkeit eine Subvention zu gewähren. Vorsitzender Motzkin: Wir nehmen diese Kundgebung zur Kenntnis. — Nun muss über den Vorschlag der Organisationskommission über das Recht der Aktionsmitglieder im Kongress in zweiter Lesung abgestimmt werden. Angenommen. Es tritt sodann eine Pause ein.

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.