Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 531 (sequence 669)
- Language
- German, English, Hebrew
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Grünbaum, Persitz, Halpern 531 Unser Antrag lautet: Eiserner Fonds für Erziehung und Kulturarbeit. In der Erkenntnis, dass neben den nicht genügenden Summen des normalen Budgets die Herbeischaffung grosser Mittel nötig ist, um die Erziehungsarbeit auf eine feste Basis zu stellen, die bestehenden Institutionen weiter zu entwickeln, neue Institutionen auf den Gebieten der Erziehung, Sprache, Literatur, Wissenschaft des Judentums und verschiedener Zweige der Kunst im Lande zu schaffen, nimmt der Kongress den Vorschlag der Frau Schoschannah Persitz, der von der Erziehungskommission angehört wurde, an, betreffend die Schaffung eines „eisernen Fonds für Erziehungs- und Kulturarb ei t in P a 1 ä s t i n a*\ Die für diesen Fonds bestimmten Summen werden im Rahmen des Keren Hajessod festgelegt, und der Ertrag wird der Erhaltung von Erziehungs- und Kulturanstalten gewidmet. Der Kongress beauftragt die Exekutive in Palästina, an der Verwirklichung dieses Vorschlages zu arbeiten. Die Exekutive hat eine spezielle Kommission einzusetzen, die in Uebereinstimmung mit dem K. H.-Direktorium einen detaillierten Arbeitsplan und ein Statut des Fonds ausarbeiten sowie die Verwirklichung dieses Planes beschleunigen soll. Der Kongress beauftragt die Exekutive, der nächsten Sitzung des A. C. den Arbeitsplan zu unterbreiten. b) Minderheitsantrag: 20 Prozent der Einkünfte dieses Fonds sollen der Kulturarbeit in der Galuth gewidmet sein. Es wird beschlossen, den Antrag nebst dem Minoritätsvotum an das Aktionskomitee zu überweisen. Del. Frau Sch. Persitz (Palästina): Nun wurden zwei Begrüssungen angenommen, die eine in bezug auf Russland, die lautet: Russland. Der XVI. Zionistenkongress übermittelt seinen Gruss den für die hebräische Kultur in Sowjetrussland Tätigen, den Lehrern und den Lernenden. Die hebräischen Lehrer und die Hüter der hebräischen Kultur in Russland haben durch ihre aufopferungsvolle, unter fürchterlichen Bedingungen, Verfolgungen und schweren Unterdrückungen vor sich gehende Arbeit die Fahne der hebräischen Kultur hoch erhoben, wie sie nur allen auf dem Gebiete der hebräischen Kultur Tätigen in allen Ländern als Muster dienen kann. Der Kongress spricht allen denjenigen, die für die heilige Sache der hebräischen Kultur in Sowjetrussland aufopfernd wirken, seine Anerkennung aus. Der Kongress fordert alle Kulturorganisationen in allen Ländern auf, der hebräischen Kulturarbeit in Russland ihre dauernde Hilfe angedeihen zu lassen. Der Kongress übermittelt in tiefster Verehrung seinen brüderlichen Gruss den thoratreuen Brüdern in Sowjetrussland, die hingebungsvoll jüdische Tradition und Lehre bewahren.