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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 525

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 525 (sequence 663)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Untermali, Hantke, Berditschepski, Remez, Barth, Grünbaum 525 Izchak Grünbaum (A. C, Radikal — spricht jüdisch): Auf der einen Seite steht der Misrachi und auf der andern die Poale Zion gegen unseren Vorschlag. Und man argumentiert das eine Mal mit der Thora, das andere Mal mit der sozialistischen Thora, das dritte Mal mit der jiddischistischen Thora, dann mit der Thora der Organisationskommission. Ich habe noch nie gehört, dass eine so einfache Sache einen solchen Widerstand auf beiden Seiten des Kongresses hervorruft. Vors. Motzkin: Wie ich sehe, haben Sie die Absicht, eine lange Rede zu halten. I. Grünbaum: Solche Bemerkungen entspannen zwar die Stimmung, aber sie machen die ganze Sache lächerlich. Ich glaube nicht, dass das Ihre Absicht sein kann. Vors* Motzkin : Sie müssen verstehen, dass ich Ihnen das gesagt habe, um Sie darauf aufmerksam zu machen, dass Sie bald enden müssen. I. Grünbaum: Es haben gegen den Vorschlag der Kommission vier Redner gesprochen und ausserdem Dr. Hantke. Ich habe als einziger das Recht, dafür zu sprechen. Es gebührt mir so viel Zeit, wie den vier anderen Rednern. Unsere geehrten Freunde vom Misrachi sind im Irrtum, wir wollen keinen Kulturkampf entfachen. Wir wollen uns nicht in die inneren Angelegenheiten der Schulen einmischen. Wir stellen nur fest, dass die Schulen, welche unseren zionistischen Forderungen angepasst sind, wie ich sie formuliert habe (hebräische Sprache, Einstellung auf Palästina), gleichgültig ob sie modern sind oder nicht, gemeinsam mit den Schulen erfasst werden sollen, die wir schaffen werden. Warum machen Sie einen Unterschied zwischen Erez Israel und Galuth? Glauben Sie, dass es im Golus leichter sein wird, durchzusetzen, dass die Schulen religiös sind? Das glaube ich nicht. Und wir kennen uns ja, in den einzelnen Orten sprechen sie ganz anders als hier auf dem Kongress. Wenn Sie dort Angesicht zu Angesicht stehen mit der Assimilation, Angesicht zu Angesicht mit der Regierung und ihren Gesetzen, da wissen Sie, dass Sie unsere internen Gegensätze vergessen. Nach den zwei Wochen einei vollkommenen Freiheit am Kongress gehen wir in den bitteren schrecklichen Golus zurück. Dann werden Sie zu mir kommen und verlangen, dass ich Ihre Chedarim verteidigen soll. Wie soll ich das tun, wenn Sie mich nicht mit der Kraft des zionistischen Gesetzes meine Chedarim führen lassen?

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