Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 524 (sequence 662)
- Language
- German, English, Hebrew
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524 19. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Tarbuth-Kommission Wir verstehen aber unter jüdischer Kultur nur eine solche, die auf der Basis des Judentums steht. Und Judentum heisst bei uns jüdische Tradition, unsere heilige Thora. Die Sprache allein ist für uns keine Kultur. Wenn Sie wollen, dass Erez Israel gebaut und unser nationales Heim errichtet werde, stimmen Sie gegen die Anträge. Del. Rabb. I. J. Unterman (Misrachi — hebräisch) : Es ist zu früh, einen Fonds aller Richtungen zu schaffen. Die Schulen der Tarbuth sind weit entfernt vom Geiste unserer Schulen, und durch die Gründung eines solchen Fonds könnten nur Streitigkeiten entstehen. Dem Misrachi ist es unmöglich, diese Anträge anzunehmen. Dr. A. Hantke (A. C, K. H.) Meines Erachtens hatte die Kommission nicht das Recht, von sich aus einen solchen Beschluss vorzulegen. Wir haben bisher nur zwei zentrale Fonds, die nach langen Beratungen gegründet worden sind. Hier wird in letzter Minute die Gründung eines neuen dritten Fonds beantragt. Ich glaube, die Kommission hätte zunächst die Sache mit der Finanzkommission besprechen müssen. Ich beantrage, die Gründung dieses Fonds der neuen Exekutive zu überweisen. Del A. Berditschewski (Poale Zion): Ich beantrage, die Angelegenheit dem Aktionskomitee als Material zu überweisen. Man kann ohne Vorbesprechung einen neuen Fonds nicht gründen. D. Remez (A. C, Poale Zion): Ich spreche mich dagegen aus, die hebräische Kulturarbeit in der Galuth organisatorisch an die zionistische Exekutive zu binden. Uns vereinigt wohl Erez Israel und das Hebräische in Erez Israel, aber die einheitliche Kulturarbeit der Zionistischen Organisation in der Galuth würde das Prinzip der Autonomie der Landesorganisationen stören. Es ist auch die Frage, wie das Budget gedeckt werden soll, ohne das Palästina-Budget zu schädigen. Dr. A. Barth (A. C, Kongressanwalt): Der Resolutions-Ausschuss, dem diese Beschlüsse vorgelegen haben, hat darüber keinen Beschluss gefasst, sondern die Resolutionen dem Organisations-Ausschuss überwiesen. In diesem wurden die Resolutionen abgelehnt. Da es für die gemeinsame Sitzung der beiden Kommissionen zu spät war, haben wir beschlossen, die Resolutionen vor den Kongress bringen zu lassen und lediglich mitzuteilen, dass diese Abstimmung stattgefunden hat.