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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 523

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 523 (sequence 661)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Rosenhek, Remigolski 523 Die Anträge lauten wie folgt: 1. Der XVI. Zionistenkongress betont den unlöslichen Zusammenhang, der zwischen der Verwirklichung des Zionismus und der hebräischen Kultur- und Erziehungsarbeit in ihren verschiedenen Strömungen in den Galuthländern besteht, und er sieht in der Stärkung der kulturellen Tätigkeit eine Grundbedingung für die Stärkung der zionistischen Bewegung auf der ganzen Welt, besonders in dieser Stunde in Verbindung mit den bevorstehenden Aenderungen in der Aufbauarbeit in Erez Israel. 2. Der Kongress weist mit Befriedigung auf die Tatsache hin, dais die hebräische Erziehungsarbeit in den lezten zehn Jahren, besonders in den Ländern Osteuropas, einen grossen Schritt vorwärts getan und den Grund zur Vorbereitung eines seinem Volke und dessen Hoffnungen ergebenen Pioniergeschlechts gelegt hat. Gleichzeitig hebt der Kongress hervor, dass alles, was bisher auf dem Gebiete der hebräischen Erziehung und der Aneignung der hebräischen Sprache durch die Massen des Volkes erreicht wurde, keineswegs den Bedürfnissen des Volkes Genüge leistet, und er weist deshalb auf die Notwendigkeit hin, die Kulturarbeit sowohl in den Kreisen der Jugend als auch unter den Erwachsenen zu intensivieren und auszubreiten. 3. Aus dem Willen heraus, die kulturelle Arbeit in der Galuth zu festigen, beschliesst der Kongress, dass die Zionistische Organisation sich mit jüdischen Schulen mit hebräischer Unterrichtssprache befassen soll und dass Erez Israel einen Hauptpunkt in dem Erziehungssystem und in der hebräischen Sprachbewegung sowohl bei der Jugend wie bei den Erwachsenen bilden soll. Zu diesem Zwecke beschliesst der Kongress, ein besonderes Departement innerhalb der Exekutive für die Erziehungsangelegenheiten der Galuth zu errichten, an dessen Spitze ein Mitglied der Exekutive stehen soll. 4. Die Aufgaben dieses Departements sollen sein: a) Einen Zusammenhang herzustellen mit allen hebräischen Erziehungsorganisationen in der Galuth; b) für die rechtliche Anerkennung und innere Entwicklung der hebräischen Schulen aller Richtungen zu sorgen; c) sich für die Verbreitung der hebräischen Sprache und Literatur unter der Jugend und unter Erwachsenen in allen Teilen der Galuth einzusetzen; d) für systematische Aufklärungs- und Agitationsarbeit in bezug auf hebräische Sprache und Kultur zu sorgen; e) besondere Aufmerksamkeit der Vorbereitung von Lehrern für hebräische Schulen zu widmen. 5. In der Erkenntnis der schwierigen finanziellen Lage der hebräischen Erziehungsarbeit in der Galuth und unter dem Zwange, ihr Hilfe zukommen zu lassen, beschliesst der Kongress einen besonderen Fonds für die Kulturarbeit in der Galuth zu gründen. Der Kongress überweist die Ausarbeitung einer Konstitution und eines Arbeitsprogramms der Exekutive und verpflichtet sie, diese Konstitution einer der nächsten Sitzungen des A. C. zur Ratifizierung vorzulegen.*4 Del. Rabb. B. G. Remigolski (Misrachi): Der Misrachi steht auch auf dem Standpunkt, dass eine jüdische Kultur geschaffen werden muss, dass man alles für die Verbreitung der hebräischen Sprache, die wir laschon hakodesch nennen, tun müsse usw.

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