Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 520 (sequence 658)
- Language
- German, English, Hebrew
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520 19. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Erziehungskommission eine höhere Instanz kommen. Dieser Paragraph gibt der Exekutive in keiner Weise das Recht, irgend einer Partei oder einer Schule einen Lehrer aufzuzwingen. Aber der Exekutive muss die Möglichkeit gegeben werden, über die Mindestqualifikation eines Lehrers zu urteilen. Wenn also Meinungsverschiedenheiten entstehen, dann muss die Sache vor den Waad Hachinuch gebracht werden. Del. Rabb. M. Ostrovsky (Misrachi — spricht hebräisch): Dieser Antrag der Kommission ist übereinstimmend von allen Parteien beschlossen worden, ohne jedes Minoritätsvotum. Das Schulkomitee setzt sich zusammen aus Vertretern des Zibbur, aus Lehrern, Vertretern der Exekutive, Vertretern des Waad Haleumi und Vertretern der einzelnen Richtungen. Wenn der Antrag der Exekutive angenommen wird, so bedeutet das einen Mangel an Vertrauen gegenüber dem Zibbur. Del. Frau Sch. Persitz (Palästina — hebräisch): Der Antrag der Exekutive entspricht der Wirklichkeit. Nur der Waad Hachinuch kann entscheiden. Der Antrag der Kommission wird zunächst mit 82 gegen 71 Stimmen abgelehnt. Da die Abstimmung bezweifelt wird, wird eine neuerliche Abstimmung vorgenommen, bei der sich Stimmengleichheit (110:110) ergibt. Vors. Motzkin schlägt vor, die beiden Anträge, den der Kommission und den der Exekutive, dem A. C. zur Entscheidung zu übergeben. Del. Dr. E. Margulies (Radikal): Wird das A. C. darüber entscheiden, bevor die Exekutive der Jewish Agency darüber entscheiden wird? Miss H. Szold (Exekutive): In meiner Begründung unterliess ich es, hier eine Tatsache anzuführen. Dieser Kodex, der hier von der Kommission besprochen wurde, ist vorher in Palästina vom Waad Hachinuch in einer langen Sitzung diskutiert worden. In dieser Frage stimmt der Waad Hachinuch mit dem Vorschlage der Exekutive überein. Ich habe diese Tatsache nicht erwähnt, jetzt aber musste sie erwähnt werden. Die Begründung, die ich gegeben habe, kann ich nicht verschärfen, und ich halte es für unter der Würde des Erziehungsdepartements, mich auf irgend einen Streit einzulassen. Soll die Exekutive die Eigentümerin der Schulen sein und sollen wir der Aussenweit gegenüber als starke Einheit dastehen, dann müssen Sie der Exekutive das Recht geben; Pflichten ohne Rechte gibt es nicht. Wenn Sie den Antrag der Exekutive annehmen, so ist doch die Autonomie der Misrachi-