Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 505 (sequence 643)
- Language
- German, English, Hebrew
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Kaplansky, Jabotinsky, Motzkin 505 24. Der Kongress erwartet, dass bei Beginn einer Neukolonisation die Söhne der palästinensischen Bauern als Siedelungselement Berücksichtigung finden werden. 25. Der Kongress stellt fest, dass das Kolonisationsdepartement nach wie vor auch diejenigen Siedler fachmännisch beraten und fördern soll, welche ganz mit eigenen Mitteln ihre Ansiedelung erstreben. 26. Angesichts der positiven Erfahrungen in bezug auf die Rentabilität der jüdischen Landwirtschaft in Palästina empfiehlt der Kongress der Exekutive, in der Zukunft soweit wie möglich Kreditinstitute zur Finanzierung der neuen Kolonisation heranzuziehen. Der Kongress tritt sodann in die Beratung der Minderheitsanträge ein, zunächst des von Rabb. Schapiro gestellten, der beantragt, Vorschlag 17 abzulehnen und dem Vorschlag 16 folgenden Zusatz hinzuzufügen. „In diesem Zusammenhang kommen auch in Betracht die Siedelungen Hatechijah, Newe Jakob, Nachalath Jizchak, Kirjah Schaul u. a.'* Berichterstatter Ing. S. Kaplansky weist darauf hin, dass die genannten Siedlungspunkte für die Siedleranleihen, welche die Exekutive aus den in Resolution 16 genannten 3000 Pfund zu gewähren gedenkt, besonders prädestiniert sind. Minderheitsantrag Schapiro wird angenommen. Del. W. Jabotinsky (Revisionist) stellt folgenden Antrag, der als Minderheitsantrag der landwirtschaftlichen Kolonisation vorlag: „Bei der Auswahl der neuen Ansiedler soll für eine gerechte Verteilung der Ansiedelungsmöglichkeiten der Ansiedler mit entsprechender Hachscharah gesorgt werden, mit entsprechender Berücksichtigung der sefardischen, jemenitischen und anderen orientalischen Juden.** Vorsitzender Motzkin: Wollen Sie das Prinzip der Proportionalität einführen? Del. W. Jabotinsky (Revisionist): Es gibt einen Unterschied zwischen Proportionalität, die man natürlich nicht verlangen kann, und Disproportion, gegen welche der ganze Kongress sicher einstimmig ist. Leider gibt es heute in Palästina eine gewisse Disproportion, besonders in der Behandlung der sefardischen Gemeinden; darauf weisen auch die sefardischen Vertreter in ihren sehr sachlichen Memoranden hin. Die orientalischen Juden bilden in Palästina ungefähr ein Drittel der Bevölkerung und stellen ein ruhiges und arbeitsames Element dar. Wenn wir aber die Gebiete der Kolonisation betrachten, so konstatieren wir eine Tatsache, die man auffällig finden