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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 482

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 482 (sequence 620)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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482 18- KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Budget-Kommission Auf die zwischen Berl Kaznelson und Herrn Sacher besprochene Frage kann man ganz kurz antworten: Sowohl Geldlosigkeit als auch Geistlosigkeit — aber noch mehr Geistlosigkeit. Geehrter Kongress! Man braucht besonderen Mut, um dagegen in einer Kommission zu kämpfen. Aber noch grösserer Mut gehört dazu, auf einem zionistischen Kongress solche Worte zu sagen. Moskau, das das Hebräische verfolgt, hat verstanden, der Habimah eine Subvention zu erteilen; und der Zionismus, die zionistische Exekutive will durch ihren Vertreter einen solchen Posten streichen! Wir sollten eigentlich wissen, dass die Exekutive mehr als eine blosse Beamtenverwaltung sein soll. Mehr als die Quasi-Wirtschaftlichkeit der jetzigen Exekutive, die von uns bezweifelt wird, ist es nötig, dass die Exekutive von den Ideen unserer Renaissance durchdrungen ist. Ja, Wirtschaftlichkeit ist notwendig, aber auch hebräische Renaissance in Sprache und Kultur und Kunst. Und man sollte die Bedeutung der Habimah verstehen, ebenso wie die einer Schauspielerin wie Rowina, deren Bedeutung für uns mindestens so gross ist, wie die mancher wirtschaftlichen Mitglieder der Exekutive. Del. J. Gesundheit (Misrachi — spricht hebräisch): Als Vizevorsitzender der Budgetkommission, der sich an fast allen Sitzungen der Kommission beteiligt hat, protestiere ich mit allem Nachdruck gegen die Worte des Herrn Sacher. Herr Sacher kam gestern oder vorgestern zur Kommission und erklärte, dass die Exekutive mit einigen Aenderungen einverstanden wäre, aber unter der Bedingung, dass die Ersparnisse, die auf diesem Wege erreicht würden, nur für Konsolidierung verwendet werden. Wenn Herr Sacher am Tage, als die Kommission ihre Arbeit begann, erklärt hätte, dass wir nicht berechtigt sind, irgendwelche Aenderungen vorzunehmen (Zwischenruf Ben Gurion : Wer hat Herrn Sacher die Kompetenz erteilt, solch eine Erklärung abzugeben?), so hätten viele Genossen sich nicht an der Arbeit der Kommission beteiligt. (Erregung bei der Linken.) Nun einige Worte zu den Genossen vom Zentrum, Ing. Landau und Bileski. Sie haben während der ganzen Zeit mit uns zusammengearbeitet und kein Minoritätsvotum vorgebracht. Warum kommen Sie jetzt mit Ihren Protesten? (Beifall.) Wir haben für die verschiedenen Forderungen der Linken, für Schchunoth Owdim, für die Ueberführung von Arbeitern nach den Kolonien gestimmt, weil dies als Lebensnotwendigkeit zu betrachten ist. Nun haben wir gefordert, dass 5000 Pfund für religiöse Zwecke in das Budget eingesetzt werden. Die Kommission hat sich auf einen Betrag von 3500 Pfund geeinigt. Die Exekutive will aber auch diese auf 2000 Pfund herabsetzen.

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