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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 411

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 411 (sequence 549)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7561-3483709
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Dobkin 411 etwa 3000 Arbeiter erfordern werden, bei den Regierungsarbeiten, die in diesem Jahre für eine Summe von einer Million Pfund durchgeführt werden und bei welchen voraussichtlich 1500 jüdische Arbeiter beschäftigt werden können, ferner in Industrieunternehmungen und verschiedenen internationalen Arbeiten und verschiedenen Ameliorationsarbeiten. Diese Arbeiten werden nach der Schätzung der Arbeitszentrale im nächsten Jahre eine Einwanderung von 9000 Arbeitern auf Grund von Zertifikaten erfordern. Bei dieser Gelegenheit möchte ich Ihnen die offizielle Erklärung der zionistischen Exekutive in bezug auf die anzufordernden Zertifikate zur Kenntnis bringen. Das Immigrationsbudget für das nächste Jahr wurde auf der Grundlage ausgearbeitet, dass im nächsten Jahre 5000 Einwanderungszertitikate angefordert werden sollen. Das bedeutet aber nicht, dass die zionistische Exekutive im nächsten Jahre nur 5000 Zertifikate anfordern wird. Die zionistische Exekutive hat eine offizelle Erklärung abgegeben, dass sie diese Zahl nicht als Maximum betrachtet. Wenn es sich nach einer gründlichen Erforschung der Arbeitsmöglichkeiten herausstellen sollte, dass die Möglichkeit besteht, die Zahl der Einwanderer auf Zertifikate zu vergrössern, so wird sich die zionistische Exekutive an die kompetenten Institutionen der Zionistischen Organisation wenden, vor allem an das Aktionskomitee, damit die nötigen Gelder für di° Vergrösserung des Immigrationsbudgets aufgebracht werden. Die Kommission hat auch eine Reihe von Fragen behandelt, die die Organisierung der Alijah, die Einwanderung verschiedener Gruppen und unsere politischen Forderungen gegenüber der palästinensischen Regierung betreffen. Ais erstes Problem haben wir die Frage der vollen Freiheit der zionistischen Exekutive behandelt, die Zertifikate nach ihrem Gutdünken zu verwenden. Während der letzten Zeit wurden durch die palästinensische Regierung verschiedene Versuche gemacht, die Kompetenz der zionistischen Exekutive bei der Verwendung der Zertifikate zu begrenzen. Die zionistische Exekutive hat diese Versuche der palästinensischen Regierung mit allem Nachdruck bekämpft und hat den grössten Teil ihrer Forderungen durchgesetzt. Es besteht aber eine Reihe von Forderungen in bezug auf Beschränkungen, die in frühern Jahren erfolgt sind. Wir schlagen dem Kongress vor, von der palästinensischen Regierung zu verlangen, auch diese Beschränkungen abzuschaffen. Sie betreffen hauptsächlich die Frage des Alters der Einwanderer und die Frage der Einwanderung von Mädchen. Die Kommission hat sich noch eingehend mit einer dritten Beschränkung befasst, die zwar nicht in den Einwanderungsgesetzen zum Ausdruck kommt, sich aber bei der praktischen Verteilung der Zertifikate bemerkbar machen. Dies betrifft die Sitte, wonach die Zertifikate nur für sechs Monate gültig sind. Dies stört eine geordnete Regelung der Einwanderung und führt auch dazu, dass viele Zertifikate unbenützt bleiben.

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