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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 315

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 315 (sequence 453)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Persitz, Badichi 315 zielle Mittel zu beschaffen, damit die zionistische Leitung unsere Forderungen erfüllen kann. Wenn wir nicht einen Weg zu einem eisernen Fonds für Erziehung und Kultur finden, der unser Finanzsystem vervollständigt, werden wir nichts aufbauen können. Die Erziehungskommission beschäftigt sich mit dieser Frage, und ich hoffe, sie wird in einigen Tagen dem Kongress einen entsprechenden Vorschlag unterbreiten können. Nicht an der Exekutive, sondern an uns allein liegt die Schuld, und in unseren Händen liegt die Zukunft. (Beifall.) Del. H. Badichi (Poale Zion, Jemenite — spr. hebräisch): Es ist heute die elfte Sitzung, und ich habe nichts von dem verstanden, was hier geschieht. Das heisst zionistischer Kongress. Wir haben jetzt den sechzehnten Kongress, und noch immer sprechen wir fremde Sprachen. Das ist nicht gut. Wir sprechen über hebräische Kultur, und wir selbst, die höchste Instanz, erfüllen nicht, was unser Programm von uns fordert. Unsere eigene Sprache herrscht nicht in unserer Mitte. Ich habe dieselben Dinge über die Lage der Jemeniten vorzubringen wie bei allen früheren Kongressen. Bei uns gibt es überhaupt keine Erziehung. Hunderte, vielleicht tausende jemenitischer Kinder gehen für uns verloren. Wir richten sie zugrunde, weil wir gleichgültig sind und nicht mit ihrer Lage rechnen. Die Palästina-Exekutive spricht von ihren Leistungen. Sie erklärt, dass die Lage sich gebessert habe, aber diese Leitung hat das Budget für die Sicherung der jemenitischen Positionen gestrichen. Sie hat Ordnung geschaffen, Ersparnisse gemacht und dabei hunderte Menschen getötet und ihre Hoffnungen vernichtet. Ich weiss nicht, ob dieser Kongress die Frage der Jemeniten lösen wird. Die Lage in Jemen ist schwer, unsere Brüder leiden unter Verfolgungen. Sie sind vielfach der Zwangstaufe ausgesetzt. Die zionistische Leitung, die die Pflicht hätte, jene Seelen, die uns verloren gehen, die sich vielleicht selbst umbringen, zu retten, will diese Dinge nicht erkennen. Auf der einen Seite redet man von einem guten und fleissigen Element, und dann vergessen wieder alle, was sie zu tun haben. Unsere Lage im Lande ist schon volle zwanzig Jahre hindurch schwer, und es ist uns nicht möglich, dieses Leben fortzusetzen. Wir fragen, ist es nicht euer Wille, unsere Frage zu lösen? Ist nicht Zeit genug verstrichen? Haben wir nicht genug Opfer gebracht? Warum will man uns nicht die Möglichkeit geben, am Aufbau des Landes teilzunehmen? Der Kongress muss der Exekutive sagen: Nicht auf diese Weise macht man Ersparnisse, indem man soundsoviele wichtige Werke im Lande begräbt. (Beifall.) Vorsitzender Berlin: Bevor ich das Wort Herrn Sacher erteile, habe ich Ihnen mitzuteilen, dass der Kongress in seiner Arbeit um zwei Tage zurück ist. Deswegen ist es die heilige Pflicht der Delegierten, an den Kommissionen

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