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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 283

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 283 (sequence 421)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7433-3483581
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Nordau, Sokolow, Motzkin, Weizmann 283 Präsident Dr. Weizmann (von lebhaften Ovationen empfangen) : Ich möchte nur mit einigen Worten das berühren, was Ussischkin in seinem ausführlichen Referat Ihnen vorgetragen hat. Es besteht kein Zweifel, dass vielleicht eine der grössten und wichtigsten Fragen, die heute vor uns stehen, der Aufbau einer Landreserve und die Abrundung unseres Besitzes ist und besonders die Ansiedlung derjenigen Arbeiter, die schon seit vielen Jahren im Lande leben und denen es ein Lebensziel geworden ist, sich so bald als möglich anzusiedeln. Wenn man heute durch das Land fährt und insbesondere den Orangengürtel betrachtet, so geschieht das, wenn ich so sagen darf, mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Einerseits sieht man jüdischen Besitz, der täglich und rapid wächst, anderseits jedoch besteht, so scheint mir, gerade in diesem Gürtel die Gefahr, dass sich Latifundien entwickeln. Palästina erträgt es nicht, dass auf Böden, die in privaten Besitz kommen, Latifundien entstehen. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die sagen, dass Privatleute keinen Boden kaufen dürfen. Aber von unserem Standpunkte aus ist es entscheidend, dass auf 200 Dunam Orangenboden, die in privaten Besitz kommen, vielleicht nur eine oder zwei Familien angesiedelt werden und ausserdem nur eine Anzahl Saisonarbeiter vorübergehend beschäftigt ist. Würde diese Fläche in den Besitz des Nationalfonds kommen, so könnten sich auf 200 Dunam Boden vielleicht 15 oder 20 Familien dauernd ansiedeln. Infolgedessen ist es vom kolonisatorischen Standpunkte eine Verschwendung, wenn der Boden nicht in die Hände des Nationalfonds gelangt. Ich brauche nicht auf die Gefahren einzugehen, die Ussischkin geschildert hat. Ich glaube, die Exekutive und ich persönlich haben alles, was in unserer Möglichkeit war, getan, wenn eine kleine oder grosse Aktion des Nationalfonds vor sich ging, um sie tatkräftig zu unterstützen. Nun ist hier ein Programm von einer Million Pfund für die Abtragung der Schulden, für die Assanierung und für neue Käufe erörtert worden. Und ich glaube, dass der ganze Kongress mit mir einer Meinung ist, dass das nur ein Programminimum ist. Es ist die erste Etappe auf einem langen schwierigen Wege der Landerwerbung. Wir haben Erfahrung im Geldsammeln, und die Zionistische Organisation tut ihr Möglichstes, um für die beiden Fonds, den Keren Hajessod und den Keren Kajemeth, zu sammeln. Es kann aber nur erfolgreich gesammelt werden, wenn sich die beiden Fonds nicht gegenseitig da, Wasser abgraben. Jeder der beiden Fonds hat seine Methoden. Die Methoden haben sich im grossen und ganzen bewährt. Natürlich wäre es eine radikale, rationelle Lösung der ganzen Frage, wenn neue Geldquellen entdeckt werden könnten. Denn unsere Mittel, die wir in den sieben oder acht Jahren zu erhalten vermochten, sind immerhin in gewisser Weise beschränkt. Wir wissen ganz genau, was ein Land geben kann, und es unterliegt keinem Zweifel, dass, wenn ein Land hunderttausend

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