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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 284

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 284 (sequence 422)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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284 10. KONGRESS-SITZUNG: Debatte über Keren Kajemeth und Keren Hajessod Pfund geben kann und man 70 000 Pfund für den Keren Kajemeth nimmt, eben 30 000 Pfund für den Keren Hajessod bleiben, oder umgekehrt. Es ist richtig, dass speziell in Amerika die Möglichkeiten für den Keren Kajemeth noch lange nicht erschöpft sind. Dort war (ich will hier nicht Kritik üben) der Keren Kajemeth nicht immer auf dem richtigen Wege. Heute sind Ansätze gemacht worden, um in Amerika die Arbeit des Keren Kajemeth zu verstärken und weiter erfolgreich zu wirken. Nun glaube ich — und man muss immer Optimist sein —, dass es uns gelingen wird, in der neuen Konstellation, die wir, wie ich hoffe, auf diesem Kongress schaffen werden, neue Geldquellen zu erschliessen, und dass von Seiten der Jewish Agency auch eine grosse Aktion eingeleitet werden wird, um die nötige Bodenreserve aufzubauen. Wie Sie schon wissen, gehört es zu den Grundsätzen der Verfassung der Jewish Agency, dass jeder Erwerb von Boden durch sie automatisch einen Erwerb von Boden durch den Nationalfond bedeutet. Hier ist also, glaube ich, in erster Reihe der Hebel anzusetzen. Sollte es aber, was ich nicht hoffe, doch nicht gelingen, diese neuen Quellen zu erschliessen, so glaube ich, dass es unsere Pflicht ist, eine Spezialanstrengung für den Keren Kajemeth zu machen. Um konkret zu sein: In Amerika wird ein ungeheures Mass von Energie aufgewendet werden müsssen, um das Geld für das neue Budget zu schaffen. Trotzdem glaube ich, dass in Amerika, wenn der Drive für den Keren Hajessod zu Ende ist, ein zweiter Drive gemacht werden soll, und dass hier, wenn alles richtig vorbereitet ist, Bedeutendes geleistet werden kann. Ussischkin ist mit mir darin einig, dass alle Massregeln ergriffen werden sollen, damit diese zwei Drives nicht einander entgegenarbeiten und stets erst, wenn der eine Drive beendet ist, der neue beginnen soll. Das bedeutet nicht, dass der Keren Kajemeth-Drive warten muss, bis der Keren Hajessod-Drive im ganzen Lande vorüber ist. Die Ausdehnung Amerikas gestattet es, dass der Keren Kajemeth-Drive schon beginnen kann, wenn in einigen Städten der Keren Hajessod-Drive vorüber ist. Ich bin überzeugt, dass wir alle Anstrengungen machen müssen, um neue Quellen zu erschliessen, denn die alten Quellen haben ein gewisses Maximum, das schwer zu überschreiten ist, so dass, was der eine Fonds gewinnt, leicht der andere verliert. Es ist eine bittere Erfahrung, dass, wenn für zwei Fonds gesammelt wird, der Sammler oft die Antwort erhält, man habe bereits für den anderen etwas gegeben, und in Wirklichkeit hat der Betreffende manchmal für keinen etwas gegeben. Das muss vermieden werden, und infolgedessen müssen sich die beiden Fonds über ihre Arbeit einigen. Mit diesem Vorbehalt will ich, soweit dies in meinen Kräften liegt, alle Anstrengungen machen, um besonders in Amerika für den Keren Kajemeth grössere Summen zu erhalten.

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