Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 254 (sequence 392)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476286--7404-3483552- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
254 10. KONGRESS-SITZUNG: Bericht der Palästina-Exekutive habe. Ich bitte Sie, zu gestatten, dass sie in der Kongresszeitung veröffentlicht werden. Alle diese lieben Namen werden in der Erinnerung der Zionisten und des ganzen jüdischen Volkes fortleben. (Dr. Wise erinnert Präsidenten Sokolow an Dr. Max Heller.) Das wäre tatsächlich ein grosser Mangel und ein ungeheures Versehen, wenn ich dieses Mannes nicht Erwähnung getan hätte. Viele Kongressmitglieder erinnern sich des ehrwürdigen und allgemein beliebten Dr. Heller aus New-Orleans, der noch unsern letzten Kongress geschmückt hat, wenngleich wir keine Gelegenheit hatten, seine grosse Rednerkraft zu bewundern. Er war eine der wenigen Ausnahmen im Kreise der Reformrabbiner Amerikas. Wie tragisch war das Geschick! Dr. Heller sollte nach Atlanta (Georgia) kommen, um auf einem grossen Meeting und auf einer Landeskonferenz der Zionisten, an der ich teilnahm, den Vorsitz führen. Ich kam hin und freute mich, den ehrwürdigen alten Freund, dessen Verdienste im Zionismus nicht hoch genug eingeschätzt werden können, wiederzusehen, da ereilte mich die furchtbare Nachricht von seinem jähen Tode. Der einzige Trost ist, dass er einen guten Erben, einen Sohn hinterlassen hat, der der würdige Sohn seines Vaters ist und sich bemüht, diese schmerzliche Lücke auszufüllen. Harry Sacher (Exekutive — spricht deutsch): Mit Rücksicht auf die Kürze der Zeit werde ich gemäss einem Beschluss der Exekutive mein Referat, das hier verteilt worden ist, nicht vorlesen und bitte, es als vorgelesen zu betrachten. Durch diese Zeitersparnis wird die Möglichkeit geschaffen werden, dass Miss Szold Ihnen ihr ausführliches Referat über Erziehung und Sanitätswesen vorbringen kann. Selbstverständlich werde ich, wenn es nötig sein wird, dass ich auf irgend etwas antworte, dieses gerne tun. (Das im Saal verteilte Referat Sachers lautet:) Bericht der Palästina-Exekutive. In dem Bericht, den ich jetzt namens der Zionistischen Palästina- Exekutive dem Kongress vorlege, gedenke ich, soweit als möglich, die Wiederholung von Details zu vermeiden, die Ihnen bereits im gedruckten Berichte der Exekutive vorgelegt worden sind. Ich werde mich bemühen, in grossen Zügen die Probleme zu umreissen, mit denen die Palästina- Exekutive in den letzten zwei Jahren zu tun hatte, und die Prinzipien darzustellen, die die Exekutive bei Behandlung dieser Fragen zugrunde gelegt hat. Es empfiehlt sich, diese Probleme in drei Gruppen einzuteilen, obwohl ich bei der gegenwärtigen Darstellung gezwungen sein werde, die so gezogenen Grenzen gelegentlich zu überschreiten. Diese drei Gruppen sind: