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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 236

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 236 (sequence 374)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7386-3483534
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236 9. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte Dr. Selig Brodetsky (Exekutive — spricht jüdisch): Ich hatte nicht die Absicht, auf die verschiedenen an mein Referat geknüpften Bemerkungen zu antworten, weil mein Referat Dinge behandelte, welche bei vielen Delegierten mehr theoretisches als praktisches Interesse erwecken und ich daher dachte, dass ich mit den verschiedenen Delegierten, welche sich mit den von mir vorgetragenen Ansichten beschäftigten, mich privat auseinandersetzen könnte. Doch in der Rede des Delegierten Grossmann wurden Dinge berührt, die eine Kritik an der Arbeit bedeuten, welche wir in London geleistet haben. Da ich für diese Arbeit einigermassen verantwortlich bin, bin ich gezwungen, einige Minuten in Anspruch zu nehmen, um die Tatsachen klarzustellen, über welche Grossmann gesprochen hat. Vorher aber werde ich noch auf drei Dinge zurückkommen, die über mein Referat gesagt wurden, auf die ersten zwei, weil sie mir sehr weh taten, und auf das dritte, weil es sich auf die Hauptsache bezieht, die ich hier behandeln will. Dr. Olswanger hat mich beschuldigt, ich hätte die Zionisten des Ostens als Juden hingestellt, welche durch die Pogrome zu Zionisten wurden. Das hat mich geschmerzt, umsomehr, als ich * nicht deutlich ausdrücken konnte, was ich meine, da ich mein Referat in einer Sprache hielt, die ich sonst sehr wenig in öffentlichen Vorträgen benütze. Solche Beleidigungen habe ich gegen die Ostjuden nicht gebraucht, besonders weil ich selbst Ostjude bin. Das zweite was mich schmerzte, war die Bemerkung von Berl Kaznelson, ich sei als allgemeiner Zionist mit dem Vorschlage gekommen, die Kongresswahl-Ordnung abzuändern, damit wir allgemeinen Zionisten das Anwachsen der linken Parteien verhindern. Das schmerzt mich, weil vor einem Jahr, als mir die Ehre zuteil wurde, in die Exekutive gewählt zu werden, die linken Parteien für mich gestimmt haben. In einem Jahr also ist das Vertrauen geschwunden. Ich anerkenne in bezug auf unsere Arbeit keine Psychologie von allgemeinen oder von andern Zionisten. Wenn sich Herr Kaznelson bei seinen Parteigenossen in England erkundigt, wird er erfahren, dass ich es war, der den Poale Zion während der Wahlen geholfen hat. Ich habe in meinem Referat nur davon gesprochen, dass wir, wenn wir den Zionismus erfolgreich in die englischen Länder einführen wollen, trachten müssen, der Psychologie dieser Länder gerecht zu werden, und daher auch bei den Kongresswahlen einen Modus schaffen sollen, welcher diesen Ländern und ihrer Psyche entspricht und nicht als etwas Fremdes, Aufgedrängtes empfunden wird. Der dritte Punkt bezieht sich auf das, was Herr Ussischkin gesagt hat. Herr Ussischkin hat bemerkt, dass wir, die Mitte, keine Jugend haben. Darüber will ich nicht sprechen. Doch Herr Ussischkin kam dann auf Erez Israel zu sprechen und sagte, wenn die Revisionisten in

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