Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 234 (sequence 372)
- Language
- German, English, Hebrew
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234 9. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte der lokalen Verwaltung zu beschränken. Einige Mitglieder wollten demonstrieren und haben mit ihrer Resignation gedroht. Das Resultat wäre gewesen, dass die Regierung einen besonderen Beamten ernannt hätte, mit der Aufgabe, Tel Aviv zu verwalten. Ich habe den Herren von Tel Aviv abgeraten, einen solchen Schritt zu tun. Der High Commissioner hat dem Rat von Tel Aviv erklärt, dass er mit ihm im ganzen zufrieden sei, dass er jedes Lob verdiene und dass eine besondere Gesetzgebung für Tel Aviv nicht notwendig sei. Das Gesetz ist gefallen. Ich habe die Finanzen von Tel Aviv nicht in Unordnung gebracht. Ich habe mich im Gegenteil intensiv mit der Regelung dieser Frage beschäftigt. Ich gehe nun über zur Frage der Jewish Agency. Es wurde gesagt, dass wenn ich ein unabhängiges Mitglied des Kongresses wäre, ich nicht für, sondern gegen die Agency wäre. Ich kann nicht verstehen, wie diese Legende entstanden ist, sie ist vollkommen unbegründet. Ich habe vor der Uebernahme meines Amtes wenig Interesse für die Agency gehabt. Nachdem ich mein Amt angetreten hatte, bin ich ein besonderer Befürworter der Sache geworden. Es besteht für mich nicht der geringste Zweifel, dass die Agency das zweite grosse Ereignis im Aufbau Erez Israels werden wird. Aber ich möchte bitten, dass diejenigen, die für die Agency stimmen werden, nicht für solche Bedingungen stimmen sollen, die die Ausführung des Planes unmöglich machen würden. (Beifall.) Präsident Sokolow: Ich bitte Sie, die Erklärung, die ich Ihnen jetzt hebräisch verlesen werde, aufmerksam anzuhören, zur Kenntnis zu nehmen und Ihre Zustimmung durch Erheben von den Plätzen kundzugeben. Erklärung der Exekutive zur Frage des Kotel Maarawi. Seit dem Zusammentritt des XVI. Kongresses haben die Exekutive und viele Delegierte aus Palästina direkte Nachrichten erhalten, aus denen hervorgeht, dass die von der palästinensichen Regierung den mohammedanischen Behörden erteilte Erlaubnis, in unmittelbarer Nachbarschaft des Kotel Maarawi gewisse Bauarbeiten auszuführen, unter der jüdischen Bevölkerung Erez Israels tiefe Besorgnis hervorgerufen hat. Diese Arbeiten würden zum ersten Male die Errichtung direkter Verbindungsmöglichkeiten zwischen dem Haramgebiet und einem arabischen Hause mit sich bringen, das unmittelbaren Zugang zu der jüdischen Gottesdienststätte am Kotel Maarawi hat. Die Exekutive hat die autoritative Versicherung erhalten, dass die Ausführung dieser Arbeiten keinerlei Handlung im