Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 231 (sequence 369)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
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Sacher 231 tinsky dieses Urteil Dienstag ausgesprochen hat, hat mir am Montag ein Mitglied der Revisionisten ein Portefeuille im Kabinett der Revisionisten angeboten (hört, hört)! Das ist bezeichnend für die Art, wie die Dinge hier behandelt werden. Oeffentlich spricht man in einem anderen Tone als privat. Ich möchte bitten, dass Sie immer ganz aufrichtig sprechen. Ich glaube auch nicht, dass die Linken immer für ihre eigenen Reihen sprechen. Ich habe vielfach gefunden, dass die Mitglieder der linken Parteien mir näher stehen als ihren eigenen Führern (Lachen links). Wenn die Arbeiter in meinem Bureau sind, dann sprechen sie nicht immer, wie sie hier gesprochen haben oder in ihrer Presse schreiben. In bezug auf die politischen Probleme sind wir immer gegen fruchtlose Demonstrationen, gegen Massenversammlungen und andere Demonstrationen, die zu nichts führen. Wir haben versucht, die öffentliche Meinung für uns zu gewinnen. Wir haben auch unser Bestes gegenüber der Regierung getan. Ich möchte jeden, der objektiv die Arbeit in Palästina beobachtet hat, fragen, ob der politische Einfluss der Exekutive während der letzten beiden Jahre grösser oder geringer geworden ist. Jeder müsste zugeben, dass eine wirkliche Besserung zu verzeichnen ist. Diese Aenderung hat sich in den Tagen der letzten Exekutive ereignet, und ich möchte dies für diese Exetive in Anspruch nehmen. Was nun die Immigration anbetrifft, so hängt die Möglichkeit derselben von der allgemeinen wirtschaftlichen Lage im Lande ab. Und die Möglichkeit, Zertifikate von der Regierung zu erlangen, hängt davon ab, in welcher Form wir unsere Vorschläge der Regierung übermitteln. Und wenn wir der Regierung unsere Argumente beibringen konnten, so ist das auch als ein Erfolg der Exekutive zu verzeichnen. Denn das, was die Exekutive in bezug auf die Oeffnung der Tore von Palästina geleistet hat, will ich für sie in Anspruch nehmen. In bezug auf die öffentlichen Arbeiten: Es ist uns in den letzten zwei Jahren gelungen, das Prinzip zu brechen, dass bei den öffentlichen Arbeiten keine jüdischen Arbeiter beschäftigt werden. Es wurde jetzt das Prinzip angenommen, dass Juden auch bei solchen Arbeiten beschäftigt werden. Auch das kann die Exekutive für sich in Anspruch nehmen. (Zwischenruf von links: Hat das die Exekutive getan?) In bezug auf die Finanzen wird niemand bestreiten, dass unsere finanzielle Situation sich in vieler Hinsicht gebessert hat. Vor zwei Jahren herrschte ein System, das immer zu Verlegenheiten führte. Es hätte vielleicht auch zu einem Bankrott geführt. Es war nicht leicht, dieses System zu ändern. Während der ersten Monate war es ständig Pflicht der neuen Exekutive, Geldforderungen abzulehnen. Und wenn man uns den Vorwurf macht, dass wir an Geistlosigkeit leiden, so meint man hierunter Geldlosigkeit. In diesem Kongressaal wird der Begriff von 23