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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 230

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 230 (sequence 368)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7380-3483528
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230 9. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte Die Kommission hält es für nötig, die Exekutive auf die bedauerliche Verspätung aufmerksam zu machen, mit welcher die Absendung und die Verteilung der Schekalim in den Städten Marokkos vor sich ging. Diese Verspätung ebenso wie der verfrühte Stichtag haben die Mehrzahl unserer Freunde daran gehindert, das für jede Stadt nötige Minimum zu erreichen. Sie lenkt ferner die Aufmerksamkeit der Exekutive darauf, dass die Liste der Revisionisten (Strassburg, Luxemburg) ihr (indirekt) erst einige Tage vor den Wahlen übermittelt wurde." Wir sind im Begriffe, unsere Aktivität zu entfalten, aber es sollten bestimmte politische Schritte bei der französischen Regierung unternommen werden, um unsere Legalisierung durchzusetzen. Anderseits ist es wünschenswert, dass die Exekutive sich für das Schicksal der Juden in Nordafrika mehr interessiert. Man hat uns versprochen, den sephardischen Juden zu helfen. Wir begrüssen die Bildung eines Komitees sephardischer Juden auf diesem Kongress, das die Möglichkeit einer Vergrösserung der Propaganda in unserem Lande prüfen wird. Harry Sacher (Exekutive — spricht englisch; die Rede wird von Generalsekretär Cohen übersetzt: Während dieser Debatte wurde viel über die Tätigkeit der Palästina- Exekutive gesprochen, noch ehe ich mein Referat gehalten habe. Das ist für mich einigermassen eine Verlegenheit. Ich werde daher nicht versuchen, das ganze Gebiet der Tätigkeit während der letzten zwei Jahre zu behandeln, sondern nur gewisse Fragen, die während der Debatte berührt wurden. Es gibt eine Theorie, dass diese Exekutive, besonders eine Person, ohne Enthusiasmus ist, und es wird gesagt, dass wir keinen Geist, kein Gefühl und kein Verständnis für die Probleme Palästinas haben. Vielleicht ist das wahr, vielleicht auch nicht. Aber zu keiner Zeit hat die Exekutive gezögert, den Charakter, den Opfermut und die Arbeit derjenigen anzuerkennen, die in Palästina arbeiten. Herr Kaznelson hat der Palästina-Exekutive ein Sündenregister aufgezählt und gesagt, dass wir unfähig seien, im Amte zu bleiben. Ich möchte die Linke fragen, ob Herr Kaznelson in seinem eigenen Namen oder im Namen der linken Parteien gesprochen hat. (Rufe links: im Namen der vereinigten linken Parteien!) Dann möchte ich die linken Parteien ersuchen, dass sie die Konsequenz ziehen und mich von der Verfolgung befreien sollen, der ich jetzt ausgesetzt bin. (Rufe: sehr richtig!) Herr Grossmann hat dargestellt, wie unmöglich die Palästina-Exekutive die Geschäfte besonders in der politischen Arbeit geführt hat, und Herr Jabotinsky hat ganz besonders auf mich hingewiesen als völlig unfähig für die politischen Geschäfte. Dieses Urteil kann ich nicht akzeptieren. Obgleich Herr Jabo-

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