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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 223

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 223 (sequence 361)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7373-3483521
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Fishman, Naiditsch 223 Man hat hier von fait accompli gesprochen. Der Ausdruck ist unrichtig. Die Frage der Jewish Agency ist sechs Jahre lang in der Oeffentlichkeit besprochen worden. Die Delegierten des Kongresses drücken die Meinung der Oeffentlichkeit aus, die schon in den letzten Wahlen zum Ausdruck gekommen ist. Mit den 90 Prozent, von denen Ussischkin gesprochen hat, darf man das Projekt durchführen. Nur eine Formalität fehlt, wir wissen genau, wofür die Delegierten stimmen werden, weil sie Instruktionen haben. Ussischkin hat gesagt, die Wahlen in Amerika hätten bewiesen, dass die allgemeinen Zionisten in Amerika sehr zurückgegangen sind. Er ist über die Lage nicht informiert. Viele Tausende junger Menschen, potentielle Führer der Bewegung drängen sich zu den allgemeinen Zionisten. Leider können wir nicht alles für sie tun. Die Jugend in Amerika ist nicht sozialistisch, nicht misrachistisch, sondern national. Bis zum letzten Tag haben wir uns für die Wahlen nicht vorbereitet, weil von einer allgemeinen Liste gesprochen wurde. Ueberdies waren wir mit dem United Palestine Appeal Drive beschäftigt, während die Links- und Rechtsparteien für die Wahlen gearbeitet haben. Wir werden in zwei Jahren beweisen, wie stark wir sind. Der jetzige Augenblick ist ein besonders wichtiger. Man spürt in der Luft, dass jetzt eine neue Epoche des Aufschwunges in Erez Israel beginnt. Die Atmosphäre auf diesem Kongress ist eine ganz andere, als sonst, wir kommen in eine Periode, da das ganze Judentum in der Palästinaidee vereinigt sein wird. (Beifall.) Del. Isaac Naiditsch (Frankreich — spricht jüdisch): Seit je stand im Mittelpunkt des zionistischen Gedankens der Judenstaat. Und doch haben wir stets, auch zu jenen Zeiten, wo wir über Chibbath Zion zu sprechen begannen, Kompromisse geschlossen, solche, die viel weiter gingen, als das, wovon man heute spricht. Es sind immer, in allen Phasen der Zionsbewegung Leute zu uns gekommen, die ursprünglich an unser Endziel nicht glaubten, und viele sind geblieben. In der glänzenden Rede von Grünbaum war von dem jüdischen Staat im Galuth die Rede. Seine stärksten Stützen waren stets die jüdischen Massen im Osten, in Russland; seit der russische Zionismus unterdrückt ist, kommen nicht jene Kräfte aus dem Osten an uns heran, wie es früher der Fall war, und das hat zu dem Kompromiss geführt, welcher jetzt geschlossen werden soll. Dieses Kompromiss ist die Folge davon, dass die ganze Lage sich geändert hat. Man hat hier von Stimmungen gesprochen. Es herrscht wohl keine Feststimmung, aber eine entschlossene Stimmung, denn wir haben keinen andern Weg, weil wir aus eigenen Kräften die Mittel nicht aufbringen können, die wir brauchen. In der Debatte ist so häufig das Budget von

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