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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 169

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 169 (sequence 307)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Farchy, Glücksohn 169 Nun möchte ich im Namen der bulgarischen Juden erklären, dass wir die Politik der Exekutive unterstützen, nicht um Gefallen bei den anderen zu finden, sondern, weil wir diese Politik als die richtige Fortsetzung der Herzischen Politik betrachten. Wir bulgarischen Juden, die stolz darauf sind, die ersten Schüler Herzlr zu sein, wir sind für seine Politik. Wenn mai* behauptet, dass wir bei der erweiterten Agency unsere gesamte Arbeit fremden Händen übergeben werden, sozusagen antisemitischen Juden, so erinnern wir uns, dass sich Herzl, als er seine Tätigkeit vor 30 Jahren begann, anfangs an die Leute wandte, an die wir uns jetzt wenden. Herzl hatte dabei keinen Erfolg. Jetzt sind wir zu gewissen Resultaten gelangt, und die Personen, die unserer Sache bisher fernstanden, sind nun bereit, für unsere nationale Idee zu arbeiten. Und so erfüllen wir den Wunsch Herzls, der das ganze jüdische Volk bei der Arbeit für Palästina sehen wollte. Und ich glaube, dass die Zionistische Organisation jetzt einheitlicher und energischer als bisher wirken sollte. Dann bin ich sicher, dass alle diejenigen, die Furcht davor haben, was aus unserer höchsten Institution werden wird, beim nächsten Kongress sehen werden, dass die Schaffung der Agency der wichtigste Schritt war, den wir zur Verbreitung unseres Ideals getan haben. Und dann werden wir einheitlicher und energischer vorwärts schreiten können, bis wir zur Verwirklichung des Ideals gelangen, für das wir so viele Jahre arbeiten. Del. Dr. Moses Glücksohn (Palästina — spr. hebräisch): Geehrter Kongress! Auch nach der neuen Sitte, die in den letzten Kongressen eingeführt wurde, bei der Generaldebatte unsere verschiedenen Fragen eingehend zu erörtern, ist es noch immer unmöglich, im Laufe der Debatte alle wichtigen Fragen eingehend zu behandeln, die auf der Tagesordnung stehen. Insbesondere gibt es keine solche Möglichkeit für diejenigen Delegierten, die nicht das Glück haben, Vertreter grosser Parteien oder grosser Landsmannschaften zu sein. Im Laufe der wenigen Minuten, die mir zur Verfügung stehen, werde ich mich bemühen, in allgemeiner Form einige der hauptsächlichsten Fragen zu berühren. Vor allem möchte ich über die politische Frage, das heisst über die politische Arbeit der Exekutive sprechen, richtiger gesagt, die Methoden dieser Arbeit. Ich muss vor allem bemerken, dass ich weit davon entfernt bin, in der Arbeit der Exekutive nur Mängel zu sehen. Ich glaube nicht, dass es Sache der Exekutive ist, tagtäglich zu schreien und zu protestieren. Ich glaube nicht, dass es Sache der Exekutive ist, tagtäglich unsere politischen Pläne zu proklamieren, über den jüdischen Staat zu sprechen, über die jüdische Majorität und so weiter. Und ich glaube nicht, dass man auf die Exekutive die Schuld für viele Dinge werfen kann, die ihr nicht gelungen sind. In vielen Dingen haben wir gesehen, dass die Exekutive eine besondere Aktivität gezeigt hat. Es ist ihr aber nicht alles gelungen. Das ist nicht ihre Schuld.

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