Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 168 (sequence 306)
- Language
- German, English, Hebrew
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168 7. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte Parteizugehörigkeit die besten und fähigsten Menschen, und sie müssen die Verantwortlichkeit nicht vor der Partei tragen, sondern vor der ganzen Organisation. Vierzehn Millionen Lei hat das zentrale Hilfskomitee dem bessarabischen Judentum geben müssen, und trotzdem hat dieses seine Pflicht gegen den Keren Hajessod und Keren Kajemeth erfüllt. Das bessarabische Judentum wird die Opfer, die es bisher für Erez Israel gebracht hat, auch weiter bringen. Präs. Sekr. Dr. Gelber verliest eine Reihe von Begrüssungen. Haim Farchy (A. C. — spricht hebräisch): Bevor ich auf die verschiedenen Fragen eingehe, die ich besprechen möchte, muss ich dagegen protestieren, dass wir nach einer Existenz von dreissig Jahren noch nicht dazu gekommen sind, in unserer höchsten Institution unsere Sprache zu sprechen. Und insbesondere in diesem Moment, wo wir unseren neuen Partnern als Bedingung stellen, dass sie zusammen mit uns für die Förderung der hebräischen Sprache zu wirken haben, ist es besonders bedauerlich, dass wir noch auf dem XVI. Kongress die verschiedensten Sprachen der Welt benützen, nicht aber die hebräische. Ich glaube, dass die Zeit gekommen ist, dass Schritte dagegen ergriffen werden. Man sollte bei der Wahl der Delegierten fordern, dass jeder Kandidat der Bedingung nachkommen müsste, die wir den neuen Partnern stellen. Er sollte wenigstens Hebräisch verstehen. Ich benütze diese Gelegenheit auch, um unserem geehrten Führer, Herrn Sokolow, den Dank dafür auszusprechen, dass er unser Land besucht hat. Er hat dadurch unserer Sache viel genützt. Sein Einfluss war nicht nur unter den Juden, sondern auch unter den Nichtjuden in Bulgarien gross. Und ich möchte noch eine Frage berühren, das ist die Frage der S e f a r d i m. Herr Brodetsky hat in seiner Rede erwähnt, dass die Exekutive beabsichtigt, in der Zukunft ein besonderes Departement für die Propaganda unter den Juden aller Länder zu errichten. Dieses Departement soll sich auch mit der Propaganda unter den Sefardim abgeben. Ich spreche im Namen der bulgarischen Delegation und freue mich sehr, dass wenigstens jetzt, drei Jahre nachdem wir einen solchen Vorschlag der Exekutive unterbreitet haben, die Exekutive sich mit dieser Sache befasst. Unsere Führer sollten die sefardischen Länder mehr besuchen. Die Sefardim wären dann für unsere Angelegenheiten in Erez Israel nützlicher gewesen, als sie es jetzt sind, da sie den Lebensinteressen in Erez Israel näherstehen. Es ist aber gut, dass die Sache wenigstens jetzt gemacht werden soll.