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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 124

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 124 (sequence 262)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7274-3483422
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124 4. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte ihre Forderung an die Regierung in einem Schreiben vom 16. Oktober 1928 zum Ausdruck gebracht. Es wurde aber nichts mehr zur Erzielung von Aenderungen m dieser Hinsicht getan. Und es ist doch selbstverständlich, dass eine Alijah von Bemittelten so unmöglich gemacht wird. Wir haben keine Antwort erhalten auf die Forderungen, die wir während der ganzen Zeit gestellt haben. Es gibt noch eine Frage der Einwanderung von Verwandten. Nach dem Gesetz kann man kranke Verwandte, die arbeitsunfähig sind, ins Land bringen. Aber man kann keinen Bruder, Schwager oder andern Verwandten hinbringen, der arbeitsfähig ist. Vor einem Jahre haben wir von der zionistischen Exekutive verlangt, sich um eine Aenderung dieses Gesetzes zu kümmern. Die zionistische Exekutive hat aber auch in dieser Hinsicht nichts unternommen. Sie hat vor einigen Monaten 2400 Zertifikate bekommen, und wir, die Vertreter des Jischuw und der Einwanderungskommission, haben verlangt, dass ein grosser Teil derselben, wenigstens 600, für die Bedürfnisse des Landes hergegeben werden, d. h. für diejenigen, die Verwandte hinbringen wollen. In allen Einwanderungsländern ist dieses Element das wichtigste. Die zionistische Exekutive war aber nicht bereit, einen grossen Teil der Zertifikate für die Einwanderung von Verwandten herzugeben, und bemerkte sogar, dass es überhaupt sehr wenig Leute gibt, die ihre Verwandten nach Erez Israel hinbnngen wollen. Es hat sich aber herausgestellt, dass nachdem die Exekutive verlautbart hatte, dass sie eine gewisse Anzahl von Zertifikaten für die Einwanderung von Verwandten habe, sich im Laufe einer Woche mehr als 1000 Personen gemeldet haben. Wenn sich nun die Exekutive so in dieser Sache verhält, so ist keine Aenderung dieses Gesetzes zu erwarten. Nun gibt es noch ein Problem: Die Ausweisungen aus Erez Israel. Damit der Jude, der nach Erez Israel reist, die Sicherheit besitzt, dass er dort ruhig und still wird wohnen können, muss er die Gewähr haben, dass man nicht Juden aus Palästina vertreibt. Als vor einem Jahre von sehen de« Herrn Hyamson ein Versuch gemacht wurde, aus Palästina sechs Familien, stille, arbeitsame Leute, auszuweisen, die schon einige Jahre im Lande wohnten, hat sich der ganze Jischuw dagegen erhoben und für das Prinzip gekämpft» dass man Juden aus Palästina nicht ausweisen darf. Die Exekutive hat damals dabei geholfen. Als wir aber späterhin verlangten, dass dies durch die Regierung geregelt werde, und als vor acht Monaten ein Brief nach London geschickt wurde, ist die Antwort eingelaufen, dass auch die Regierung dieset historische Recht des Juden auf seine Heimat versteht. In der letzten Zeit sind aber wieder Fälle passiert, dass man Juden, Personen, die einige Jahre im Lande sitzen und sich nur gegen nebensächliche Bestimmungen der Einwanderungsstatuten vergangen haben, ausgewiesen hat. Die Exekutive hat in dieser Hinsicht nichts unternommen. Jedenfalls haben wir im Jischuw nichts davon gehört, dass eine starke Inter-

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