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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 106

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 106 (sequence 244)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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106 3. KONGRESS-SITZLNG: Generaldebatte Erez Israel, dass Sicherheiten geschaffen werden, damit die Plantagen- Zone nicht ein Feld für moderne Orangenlatifundien, sondern ein Feld jüdischer Arbeit und jüdischer arbeitender Ko'onisation wird. Wie hat sich die Palästina-Exekutive zu dieser Notwendigkeit verhalten, die Landflucht der jüdischen Arbeiter zu verhüten? Wir räumen ein — sie hatte kein Geld. Aber sie hatte die Möglichkeit, symbolisch den guten Willen zu zeigen, denn es gab Gelegenheiten, die nicht mit Geld, sondern mit Verstand und gutem Willen auszunützen waren, um den jüdischen Koloniearbeitern eine Hoffnung für die Zukunft zu eröffnen. Es war eine Möglichkeit für den Ankauf von Boden für Koloniearbeiter ohne grosse Kosten für den Nationalfonds, aber die Palästina-Exekutive hat gegen dieses kleine bescheidene Werk ihr Veto eingelegt! Betrachten wir sch'iesslich einen dritten Punkt des Programms Dr. Weizmanns, die Konsolidierung der bestehenden Kolonien. Es soll der Palästina-Exekutive nicht vorgeworfen werden, warum sie nicht konsolidiert hat; sie hatte nicht die Mittel dazu. Ich möchte aber auch wissen, warum die Verträge mit unseren Arbeitersiedlern, die hi6 zum 1. Mai 1928 hätten erledigt sein sollen, nicht abgeschlossen wurden. Auf der andern Seite sind aber Schritte getan worden, welche sehr weit von Konsolidierung entfernt sind. Um nur eines zu erwähnen — es wurden gewisse Zahlen genannt, welche für die KonsoTidierung notwendig sind. Diese Zahlen sind kleiner als die des Konsoüdierungsetats, welcher dem vorigen Kongress vorgelegt wurde. Man will offenbar den Eindruck machen, dass die Konsolidierung billiger geworden wäre. Wenn man aber den Konsolidierungsplan von 1927 mit dem vergleicht, welchen die Exekutive heute vorlegt, so wird man sehen, dass gewisse Punkte, welche die frühere Exekutive aufbauen wollte, aus dem Programm ausgefallen sind. So z. B. die Kwuzah des Haschomer Hazair B auf Mischmar Haemek, über deren Aufnahme in den Konsolidierungsplan im vorigen Jahre das Aktionskomitee einen ausdrücklichen Beschluss fasste. Die Exekutive rührt keinen Finger, den Beschluss durchzuführen. Eine andere merkwürdige Methode: die Exekutive versucht, die Kolonisation billiger zu machen, indem sie die Siedlungspläne gewisser Punkte verkleinert, und zwar besonders der grossen Kwuzolh. Sie hat die Tatsache ausgenützt, dass mancher Wirtschaft der ihr zugesicherte Boden noch fehlt. Das ist der Ausdruck einer gewissen Tendenz, die in der Tätigkeit der Exekutive nicht geleugnet werden kann, die kollektivistische Kolonisationsform in Erez Israel zu verkleinern. Zum Schluss einige Worte über die Politik in engerem Sinne des Wortes. Ich halte das bei der heutigen politischen Situation für meine besondere Pflicht, da die Regierung der Mandatarmacht sich in den Händen einer Partei befindet, mit der wir durch Bande internationaler

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