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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 102

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 102 (sequence 240)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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102 3. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte hinaus zum zionistischen Gesetz erheben. Das muss Aufgabe dieses XVI. Kongresses sein, der am Vorabend der Jewish Agency tagt. Ein wichtiger Schritt vorwärts wird dann getan sein. (Langandauernde Beifallskundgebungen.) Ing. S. Kaplansky (A- C, Poale Zion — spricht jüdisch): Es sind schon viele Jahre verstrichen, seitdem ich das Vergnügen hatte, von der Kongresstribüne als Vertreter meiner Partei zu sprechen. Ich muss gestehen, dass ich es als eine grosse Erleichterung empfinde, diesmal diesseits der Barriere zu stehen. Vor allem ist es unsere Aufgabe, über die Vergangenheit zu sprechen. Herr Dr. Weizmann, der Präsident der Organisation, hat zwar seinen Bericht über die Tätigkeit der Exekutive mit einem Ausblick in die Zukunft verknüpft. Ich hatte den Eindruck, dass er den Wunsch hat, den Schleier der Vergessenheit über gewisse Vorkommnisse in der Vergangenheit zu breiten. Obzwar ich seinen Wunsch teile, dass wir uns mehr den Problemen und Perspektiven der Zukunft zuwenden, können wir uns doch nicht der Pflicht entziehen, einige Worte über die Leistungen *er Exekutive zu sagen, die wir in Basel gewählt haben. Man wird mir als langjährigem Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates der Zionistischen Organisation verzeihen, wenn ich über die Finanzen der Zionistischen Organisation einige Worte sage. Herr Dr. Weizmann hat uns erklärt, dass es der Exekutive gelungen sei, die Schulden der Exekutive und des Keren Hajessod um 150 000 Pfund zu verkleinern. Wie mein Vorredner, Dr. Arlosoroff, hätte ich mich sehr gefreut, wenn dies richtig gewesen wäre. Ich muss aber die Exekutive und den Kongress darauf aufmerksam machen, dass das Bild nicht vollständig ist und wir keinen Grund zur Genugtuung haben. Seit wann haben wir begonnen, die Schulden von Exekutive und Keren Hajessod zusammenzurechnen? Man könnte ebensogut die Zahlungen des Nationalfonds dazu rechnen. In Wahrheit sind nach dem Finanzbericht der Exekutive von dem Defizit, mit welchem wir zum Basler Kongress kamen und das damals auf 160 000 Pfund geschätzt wurde, 60 000 Pfund vor einem Jahr und 30 000 Pfund bis zum Mai dieses Jahres abgezahlt worden. Was der Keren Hajessod an Schulden abgezahlt hat, ist keine Leistung der Exekutive. Er hat dies regelmässig im Rahmen seines Budgets wie auch in früheren Jahren getan. Hingegen: ist es denn nicht eine Tatsache, dass die Exekutive genötigt war, Anleihen bei der Lloyds Bank und unserer eigenen Bank aufzunehmen und dass die Schuld des K. H. an die Bank um 42 000 Pfund gewachsen ist? Dazu hat der Keren Hajessod im letzten Jahre ohne direkte Autorisation vom Aktionskomitee neue Verpflichtungen gegenüber den Banken und der Zion Commonwealth von einer Viertelmillion Pfund übernommen!

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