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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 100

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 100 (sequence 238)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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100 3. KONGRESS-SITZUNG: Generaldebatte eingewandt wurden. Aber es müssen eben viele Versuche in dieser Richtung gemacht werden. Es müssen vielleicht siebzig Versuche misslingen, bis der einundsiebzigste gelingt. Auch Regierungen von grossen Staaten in Osteuropa z. B. haben lange versucht und wiederholte Verhandlungen geführt, ihren ganzen diplomatischen Apparat spielen lassen müssen, bis sie zu einem Ergebnis gekommen sind und erreicht haben, was sie brauchten. Der zweite Versuch, der von unserer Seite unternommen worden ist, war ein Versuch in New-York, von privaten Banken eine Bodenanleihe zu bekommen. Ich glaube, dass dieser Versuch nicht zu Ende gekommen ist, aber aus Gründen der technischen Rückständigkeit unseres Verhandlungsapparates. Und ich glaube, dass wir gerade aus den praktischen Erfahrungen der letzten beiden Jahre lernen können und lernen müssen, dass wir uns hier auf einem richtigen Wege befinden. Wenn wir in die Agency gehen, müssen wir von Anfang an sagen: Ihr wollt Business-Methoden; nun die angemessenen Business-Methoden für eine grosszügige, systematische, moderne Volkskolonisation sind internationale Kredite. Das ist die einzige Methode, auf der wirklich eine systematische Kolonisation aufgebaut werden könnte. Und nun gestatten Sie mir, die letzten Momente dazu zu verwenden, um zwei Probleme der Zionistischen Organisation zu berühren. Man schreibt der zionistischen Bewegung für die Zukunft grosse Aufgaben und erhabene Rollen zu. Die zionistische Bewegung soll leben. Die zionistische Bewegung soll ihre Geschlossenheit behalten. Sie soll einen grossen Eroberungsfeldzug auf die Geister im Judentum entfalten, die Jugend wieder erreichen, die Jugend besonders in den Ländern, wo sie schon seit Jahren abseits steht. Alle diese Aufgaben sind wirklich lebenswichtige Aufgaben unserer Bewegung. Aber wenn wir sie verwirklichen wollen, müssen wir auch Massnahmen treffen, die uns die Möglichkeit geben, diese Aufgaben zu erfüllen. Daher meine zwei Punkte, einer, der unsere Haltung innerhalb der Agency betrifft, und einer, der die Verhältnisse in der Zionistischen Organisation ausserhalb der Agency betrifft. Wir werden in einigen Tagen in den Council der Agency einziehen. Ich wünsche, dass die zionistische Hälfte in diesen Council ohne mentale Reservationen kommt, ohne Hintergedanken, mit dem besten Willen der Welt und mit dem Willen, aus diesem Instrument, das wir geschaffen haben, das Grösste zu machen, was es für den Palästina-Aufbau gibt. Was ich jetzt sagen will, bedeutet nicht, dass ich weitere Schwierigkeiten auftürmen will, wo Schwierigkeiten hinweggeräumt werden sollten. Und dennoch glaube ich, müssen wir uns darauf besinnen, dass es Fälle geben kann, die in der Zukunft liegen, wo eine geschlossene Haltung der Zionisten von Wichtigkeit sein kann. Für diese Fälle, so selten sie sein mögen, muss eine einheitliche und geschlossene Haltung der Zionisten, die unsere Vertreter im Rat der Jewish Agency sein werden, zum zionistischen Gesetz werden. Ich glaube nicht, dass man einer solchen Sache ganz roh schematisch zu Leibe gehen kann. Es kann sich gar nicht darum

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