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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 99

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 99 (sequence 237)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Arlosoroff 99 grossen Reichtum, aber eine Nahrung, von der sie auskommen können. Dieser Boden in privaten Händen kann nur einen Bruchteil von dem leisten, was bei planmässiger Besiedelung möglich wäre, selbst wenn man von der immer lauernden Gefahr arabischer Arbeit ganz absieht. Jeder Mensch, der die Kolonisationspolitik in anderen Ländern kennt, weiss, dass dieser Unterschied existiert. An dem Beispiel der Erfahrungen von New Zealand und Australien mit close settlement-Plänen können wir lernen, welche Gefahren lauern, wenn die Agency nicht die zentrale Leitung der Kolonisation in ihrer Hand behält, wenn sie nicht Dinge schafft und in ihrem Budget auch die Mittel frei hat, um diese Dinge zu schaffen. Unser Bestreben muss zweitens sein, den Uebergang zur Agency- Arbeit als den richtigen Augenblick zu betrachten, unsere Arbeitsmethoden im allgemeinen unter die Lupe zu nehmen. Revision ist notwendig. Ein Beispiel. Ich brauche auf die Lebensnotwendigkeit unserer Fonds hier keine Apotheose zu singen. Ich habe jetzt die letzten drei Winter hindurch die Möglichkeit gehabt, die Keren Hajessod-Arbeit in Amerika aus nächster Nähe zu sehen, und ich weiss, meine Damen und Herren, ganz genau, was es heisst, ob der Kongress unseren Arbeitern draussen eine Aufmunterung gibt für die Arbeit für die Fonds oder nicht. Und die Arbeit für die Fonds ist die erste Erfüllung einer zionistischen Pflicht, was man hier wohl nicht zu sagen braucht. Aber dennoch kann das nicht heissen, dass wir uns einfach sagen können, jetzt, wo wir in die Agency hineingehen, übertragen wir einfach die Routine unserer altüberkommenen Methoden auf allen Gebieten in die neue Organisation. Ich glaube, dass wir in Ergänzung zu all dem dazu kommen müssen, unsere Methoden ganz ernst zu überprüfen. Und Sie wissen, dass, wenn ich über unsere Methoden spreche, ich zunächst die finanziellen Methoden im Auge habe. Ich sage in allem Ernst diesem Kongress, dass, wenn wir jetzt diesen Augenblick vorübergehen lassen, ohne die Eröffnung internationaler Kredite für die jüdische Kolonisation in Palästina durch das Mittel der Agency und im Namen der Agency zu versuchen, wenn wir diesen Augenblick vorbeigehen lassen, werden wir einen sehr ernsten Moment, eine sehr günstige Chance für die Verbreiterung und Systematisierung jüdischer Aufbauarbeit in Palästina wieder weggeworfen haben. Ich weiss nicht, ob Sie beachtet haben, dass es in den letzten beiden Jahren wichtige Versuche gegeben hat, eine zionistische Anleihepolitik zu führen, Versuche, für die die Zionistische Organisation vor allem Dr. Jacobson dankbar sein sollte. Es sind Versuche gemacht worden bei der Finanzsektion des Völkerbundes in Genf und der Regierung in England, um die Möglichkeit für eine Völkerbundsanleihe unter der internationalen Garantie der Grossmächte für eine solche Anleihe zu schaffen. Ich glaube, dass ich recht unterrichtet bin, wenn ich sage, dass dieser erste Versuch nicht zu Ende geführt wurde, weil von britischen Sachverständigen aus dem Schatzamt gewisse Bedenken technischer Natur

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