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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 65

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 65 (sequence 203)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7215-3483363
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Weizmann 65 Depression, der Wiederbeginn der Einwanderung, die Vorschläge für die Erweiterung der Agency, die Hoffnung auf eine weniger passive Haltung der Mandatsregierung gegenüber unserem Aufbauwerk — all dies legt uns den Gedanken nahe, dass die Zeit gekommen ist, die Situation auszunutzen und systematische Pläne für die nächste Stufe der Entwicklung des jüdischen Nationalheims auszuarbeiten. Ich habe in der Hauptsache über die direkt mit unserem Werk in Palästina verbundenen Probleme gesprochen. Sie stehen mit Recht in unseren Gedanken voran. Aber wir dürfen auch die Fragen nicht vergessen, die das innere Leben unserer Bewegung aufwirft. Diese bekommen eine neue Form und erhalten in gewissem Sinne eine grössere Wichtigkeit im Lichte der veränderten Situation, in der wir uns jetzt befinden. Es kann keine grössere Illusion geben als anzunehmen, dass mit der Erweiterung der Jewish Agency die Zionistische Organisation in den Hintergrund gedrängt werden und die zionistische Bewegung an Bedeutung verlieren wird. Dreissig Jahre unablässigen Kampfes haben die Zionistische Organisation zu einer zusammenhängenden und disziplinierten Kraft geschmiedet. Durch sie waren wir imstande, die schwere Last der Verantwortung zu tragen, die in den ersten Tagen des Werdens des neuen Palästina auf unseren Schultern lastete. So müssen wir bleiben, wenn wir eine würdige Rolle in der erweiterten Jewish Agency spielen wollen. Wir begrüssen warm unsere neuen Verbündeten, wir glauben, dass sie sich mit ganzem Herzen der Förderung unserer gemeinsamen Sache hingeben werden. Aber sie werden die ersten sein, zuzugestehen, dass die Schwungkraft der Agency auch weiterhin in grossem Umfange von zionistischem Enthusiasmus und zionistischer Hingabe gespeist werden muss. Wir haben kein Interesse an unfruchtbaren Polemiken. Wir wünschen sie so wenig, wie es der unsterbliche Führer wünschte, dem der Kongress seinen Tribut dargebracht hat: „Ich bin für den Bau-Zionismus" sagte Herzl vor etwa 30 Jahren, „ich möchte nicht, dass wir überflüssig mit Juden kämpfen, ich möchte, dass wir mit Juden bauen." In diesem Geiste teilen wir freudig mit anderen Juden die Privilegien und Verantwortlichkeiten der Jewish Agency. Wie Herzl sind wir für den Bau-Zionismus, und wir werden um so besser bauen, je mehr wir unter den Inspirationen unserer eigenen Ideale bauen. Diese Ideale sind unsere kostbarste Erbschaft. Wir müssen sie weiter pflegen und ihre Dauer dadurch sichern, dass wir alles tun, um die Integrität und Lebenskraft der Zionistischen Organisation intakt zu halten, die ihre leben-

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