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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 26

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 26 (sequence 164)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7176-3483324
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26 1. KONGRESS-SITZUNG: Begrüssungen die Möglichkeit hat, persönlich bei diesem Kongress zu erscheinen. Diese Grüsse sind in einer Botschaft enthalten, die er mir anvertraut hat und die ich Ihnen sofort vorlesen werde. Zusammen mit den Grüssen von Herrn Thomas möchte ich Ihnen auch die Grüsse von Herrn G r i m s h a w vom Internationalen Arbeitsamt überbringen, der ein besonderes Interesse für Ihre Arbeit in Palästina hegt. Ich möchte Sie versichern, dass die Sympathie, die Herr Albert Thomas für Ihre Organisation hat, von dem ganzen Internationalen Arbeitsamt geteilt wird. Es gibt sehr viele Gelegenheiten, wo wir in Berührung mit den Vertretern der Zionistischen Organisation in Genf kommen, insbesondere möchte ich den Botschafter des Zionismus in Genf, Herrn Dr. Viktor Jacobson, und seinen Sekretär Herrn Dr. Kahany erwähnen. Wir sind auch in sehr häufiger Korrespondenz mit der Allgemeinen Arbeiterorganisation in Palästina, und wir erwarten, dass unsere Beziehungen zu der Zionistischen Organisation immer mehr und mehr fruchtbringend sein werden. Es ist unsere aufrichtige Hoffnung, dass, wenn die Jewish Agency erweitert wird, Sie noch viel grössere Erfolge in Palästina erreichen mögen. Die Botschaft, die ich von Herrn Thomas habe, ist folgende: Ich bedauere aufs lebhafteste, dieser Eröffnungs-Sitzung nicht beiwohnen zu können. Ich hatte nicht nur meinem Freunde Jacobson versprochen, anwesend zu sein; ich hatte es mir selbst fest vorgenommen. Von meinem Willen unabhängige Umstände hindern mich, nach Zürich zu kommen. So können wir nicht gemeinsam Erinnerungen erneuern, die mir teuer sind. Es ist zehn Jahre, schon zehn Jahre her, seit wir mit Nahum Sokolow und mit meinem Freunde Andre Spire zahlreiche Unterredungen mit französischen Politikern hatten, um den Zionisten das Bürgerrecht in der neuen Welt zu gewinnen, welche die Friedensverträge schaffen sollten. Wie viele Schwierigkeiten mussten wir überwinden! Vorurteile, Spott, Kenntnislosigkeit von Franzosen und selbst von Juden; Hemmungen und Zurückhaltung von seiten unserer Minister, die, nachdem sie ihre Zustimmung zur Balfour-Deklaration gegeben hatten, gewisse Gründe zum Zaudern fanden. Wir hatten die Freude, zum Sieg der zionistischen Sache mitzuhelfen. Frankreich wäre seiner Traditionen unwert gewesen, wenn es nicht den Appell der zwölf oder fünfzehn Millionen Juden gehört hätte, die in Russland, in Polen, in Galizien, in Amerika auf seine Hilfe warteten. Der Grundsatz vom Selbstbestimmungsrecht der Völker wäre wiederum grausam verletzt worden, die Nationalitätenpolitik wäre unvollendet geblieben, wenn die Friedensverträge nicht in Palästina die Heimstätte des jüdischen Volkes errichtet hätten.

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