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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 27

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 27 (sequence 165)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7177-3483325
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Weaver 27 Die Spötter mussten verstummen, die Zweifler mussten sich beugen: inmitten zahlloser Schwierigkeiten, die siegreich überwunden wurden, wurden herrliche Erfüllungen vorbereitet oder vollendet. Und mit freudiger Rührung können die Juden Palästinas für sich den Befreiungshymnus von Bernard Lazare wiederholen: „Ich habe mich wiedergefunden, ich habe mich neu geschaffen, ich bin mir meines Ich in der Geschichte, in der Vergangenheit und in der Gegenwart bewusst geworden. Ich habe mich wieder erobert!" Aber das Selb^bestimmungsrecht der Völker kann internationale Konflikte hervorrufen, wenn es nicht durch eine organisierte Friedenspolitik gesichert und geschützt wird. Die Nationalitätenpolitik kann zu Abenteuern führen, wenn sie nicht in einem Völkerbund verkörpert und geregelt ist. Sie haben vielleicht in dem neuen Mandatsystem Schwierigkeiten gefunden. Seine Vorteile waren grösser! Es war letzten Endes gut für den Zionismus, in engem und ständigem Kontakt mit der internationalen Gemeinschaft zu stehen. Ich wünsche von ganzem Herzen, dass Ihre konstitutionelle Reorganisation im Lauf Ihrer jetzigen Arbeiten Ihren Kredit, Ihr Ansehen, Ihre Macht und Freiheit verstärke und dass die Jewish Agency die Hoffnungen erfülle, die das jüdische Volk auf sie setzt. Wir unserseits im Internationalen Arbeitsamt werden auch weiterhin die Bestrebungen und Erfolge Ihres arbeitenden Volkes mit unaufhörlicher leidenschaftlicher Freundschaft begleiten. Wie bedauerlich ist es, dass wir nicht in der warmen Atmosphäre Ihres Kongresses mit einigen dieser eifrigen Arbeiter Fühlung nehmen können, die, von Treue glühend, nach sittlicher Kultur strebend, in ihrer Ueberzeugung, an dem Wiederaufbam des neuen Jerusalem zu arbeiten, in ihrem Tagewerk „jene Freude an der Arbeit finden, nach der sich so oft vergeblich die Taglöhner der modernen Industrie sehnen*4. Wie schade, dass wir nicht die Darstellung ihrer Unternehmungen auf dem Gebiet der Berufsorganisation und ihrer Forderungen mit ihrer eigenen Stimme hören können, die wir an einer Vertretung in unserer Genfer Organisation studiert haben. Und wie gerne hätten wir von ihnen gelernt, wie sie durch Gerechtigkeit und gleichmässige Hebung aller Arbeitsbedingungen den Widerstand zu beseitigen suchen, der manchmal Schwierigkeiten zwischen arabischen Arbeitern und jüdischen Arbeitern hervorgerufen hat.. Es ist der Ehrgeiz und wird der Stolz unserer internationalen Arbeitsorganisation sein, auch hier zur Schaffung des Friedens durch Gerechtigkeit beitragen zu können. Jaures feierte einst in der französischen Kammer in einer glänzenden Rede die Tradition „der grossen Juden, die die Gerechtigkeit nicht nur als eine Harmonie der Schönheit auffassten, sondern sie mit Leidenschaft forderten, mit der ganzen Glut ihrer Ueberzeugung, die den gerechten Gott gegen alle Mächte der Brutalität anriefen, die von der Zeit träumten, wo die Menschen einig sein und der Gott, zu dem sie

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