Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
- Date
- 1929-01-01
- Page
- Seite 19 (sequence 157)
- Language
- German, English, Hebrew
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Sokolow 19 er das Volk hinter sich habe. Er war der Mann, auf den das Volk sein tiefstes Vertrauen setzte und der es nicht enttäuscht hat. Er empfand, dass der Einfluss seines Zionismus auf den einzelnen Juden sich sehr stark bemerkbar gemacht hatte. Die Juden hörten auf, sich zu schämen, sich Juden zu nennen. Sie brachten nach Hause den Glauben an die edle Erbschaft mit, die sie von ihren Vätern übernommen hatten, und dass es notwendig war, nur an die Ehre und das Ansehen des Volkes zu denken. So appellierte er an die Massen, und sie antworteten. Die Worte des Propheten erfüllten sich. „Aus einem kleinen Häuflein sollen tausend werden und aus einem kleinen ein grosses Volk. Ich, der Herr, werde es zu seiner Zeit beschleunigen." Die Zionistische Organisation ist die Erinnerung an Herzls Leben. In ihm wurde sie geboren. Solange Zionisten mit demselben Geist erfüllt sind, wird die Zionistische Organisation wachsen und gedeihen. Dauernder als seine Taten, bleibender als seine Leistung kann die Wirkung seines Beispiels, die Reinheit seines Herzens, der unermüdliche Ernst seines Strebens sein. Niemand von uns kann nach den wunderbaren Gaben seines Geistes und Herzens streben, aber wir alle können mit demselben letzten Mass von Hingabe unserm Volke und unserer Sache dienen. Wenn wir Herzls Genius nicht nachahmen können, so wollen wir wenigstens versuchen, Herzl als Arbeiter zu gleichen. Er arbeitete für alle Institutionen, die er gegründet hat. Lasst uns für die Organisation arbeiten, für die von Herzl gegründeten Institutionen und für die Institution, die wir selbst in seinem Geiste geschaffen haben, für den Keren Hajessod. Diese grosse Institution ist zum unschätzbaren Besitz des jüdischen Volkes geworden, eine Quelle von Leben, Arbeit und Erziehung in Erez Israel und ein unverlierbares Symbol für die Nachwelt aller Zeiten von jüdischer Integrität, Rechtschaffenheit und Opfergeist. Herzls Tod. Herzl starb zu Edlach bei Reichenau in Oesterreich am 3. Juli und wurde am 7. Juli 1904 in Wien begraben. Nach dem Tode von Wilberforce wurde in bezug auf die krönende Tat seines Lebens, die Abschaffung des Sklavenhandels, gesagt, dass er zum Himmel gekommen sei mit einer Million gebrochener Fesseln in der Hand. Kann es auch nicht