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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 16

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 16 (sequence 154)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7166-3483314
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16 1. KONGRESS-SITZUNG: Gedenkrede für Theodor Herzl Herzl als Organisator. Herzl hatte den Zionismus zu organisieren, und er beschäftigte sich mit dieser Aufgabe vom ersten Tage des ersten Kongresses bis zum letzten Tage seines Lebens. Er war der Meister- Architekt auf dem Felde der Zionistischen Organisation. Organisierte antizionistische Gemeindestuben versuchten die rechtliche Kompetenz des I. Kongresses mit der Begründung in Zweifel zu ziehen, dass einige Delegierte nicht formell gewählt worden waren, wegen des Verbotes in Russland, Rumänien und einigen anderen Ländern. Waren sie Delegierte? Nach Herzls Meinung waren sie es. „Wenn," so schrieb er, „wie es an manchen Orten der Fall war, Versammlungen von vielen Hunderten oder einigen Tausend abgehalten wurden und Repräsentanten zum Kongress wählten, so hatten sie soviel Recht, als Delegierte angesehen zu werden, als wenn 10 oder 1 1 Mitglieder einer jüdischen philantropischen Gemeindestube ihren Präsidenten oder Vizepräsidenten aufforderten, sie zu vertreten".Das war eine von Herzls sehr seltenen sarkastischen Bemerkungen. Der Grundstein der Zionistischen Organisation war Par. 2 des Basler Programms: „Um dieses Ziel zu erreichen (eine öffentlich rechtlich gesicherte Heimstätte in Palästina) nimmt der Kongress in Aussicht die Organisierung des gesamten jüdischen Volkes durch allgemeine Institutionen in Uebereinstimmung mit den Landesgesetzen." Wir mussten von den hohen Wolken des Prinzips herabsteigen auf den schlüpfrigen Grund der Finanzen. In dieser Beziehung wurden am zweiten Tage des ersten Kongresses drei Vorschläge gemacht! Prof. Schapiro schlug einen Fonds vor, der nicht angegriffen werden sollte, bis er eine Höhe von 10 Millionen Pfund erreicht habe; Herr Moses aus Kattowitz schlug die Errichtung von Versicherungsgesellschaften auf Gegenseitigkeit vor, bei denen jeder Subskribent Land als Entgelt für seinen Beitrag erhalten sollte. Und Dr. Rubin Bierer (Sofia) und Herr Brociner schlugen einen Fonds vor, zu dem jedes Familienoberhaupt jährlich beitragen solle. Herzl persönlich begünstigte Prof. Schapiros Idee, die sich schliesslich zum Keren Kajemeth Lejisrael entwickelte. Dieser Fonds wurde schliesslich auf Grund der energischen Befürwortung durch Herzl selbst (der in der Basler Synagoge auch die erste Spende für ihn machte) auf dem V. Kongress 1901 beschlossen und ins

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