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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 6

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 6 (sequence 144)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7156-3483304
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6 1. KONGRESS-SITZUNG: Eröffnung dem um lebendiges Leben, Leben von jüdischen Menschen, Entstehung einer jüdischen Gemeinschaft, ein jüdisches Werk, auf das die ganze Welt mit Erwartung blickt. Diese Freunde haben uns ihre Hilfe beim Aufbauwerk zur Verfügung gestellt. Vor sechs Jahren haben wir die Verhandlungen begonnen, die darauf abzielten, die im Artikel 4 des Palästinamandates vorgesehene Jewish Agency, mit deren Funktionen zunächst die Zionistische Organisation betraut war, zu einer umfassenderen Vertretung des jüdischen Volkes auszugestalten. Alle Kreise, die bereit waren, am Aufbau der jüdischen Heimstätte gemäss dem Mandat teilzunehmen, sollten auch organisch mit der Jewish Agency verknüpft sein. Es ist erklärlich, dass dieser Gedanke, der eine so gewaltige Neuerung im jüdischen Leben darstellt, Zeit brauchte zu seiner Realisierung. Dieser Kongress steht in ihrem Zeichen. Geehrter Kongress! Wir Zionisten waren stets überzeugt, dass nach der Erreichung unseres politischen Zieles unsere Funktion sich ändern muss. Ein jüdisches Nationalheim, das wirklich besteht, ist nicht mehr bloss eine zionistische Angelegenheit, es ist eine jüdische Angelegenheit. Es ist eine zentripetale Kraft, die die jüdischen Energien aus der ganzen Welt anzieht. Schon durch seine blosse Existenz bewirkt es Vereinigung und Zusammenschluss der Juden um einer gemeinsamen Sache willen. Wir waren glücklich, diese wunderwirkende Kraft Palästinas beobachten zu können. Wir haben grosszügiges Verständnis bei führenden Persönlichkeiten und breiten Schichten der wichtigsten Judenheiten der Welt gefunden. Es ist mir ein Bedürfnis, auch von dieser Stelle ein Wort des Dankes an sie zu richten, vor allem an die Führer der amerikanischen Juden, Mr. Marshall und Felix Warburg, die als die ersten mit uns an der Ausarbeitung der neuen Organisationsform gewirkt haben. Unsere Verhandlungen mit den amerikanischen Nichtzionisten schufen die Basis, auf der das Gebäude der erweiterten Jewish Agency errichtet werden kann. Der Plan wird dem Kongress vorgelegt werden, und ich habe seinen Entscheidungen nicht vorzugreifen. Ich kann an dieser Stelle nur den Wunsch und die Hoffnung aussprechen, dass die Organisationsform, die wir hier beschliessen werden, der Sache Zions zum Segen gereichen möge. Geehrter Kongress! Im Kampfe um die Idee konnten wir allein stehen, was immer auch unsere Zahl war, im Ringen um die Verwirklichung, die bestimmten irdischen Gesetzen unterliegt und technische Voraussetzungen erfordert, brauchen wir als Bundesgenossen die ganze Judenheit. Wir sind überzeugt, dass sie in immer grösserer Zahl zu uns kommen wird.

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