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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1929-01-01 · 16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929 · p. Seite 5

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
16 (1929) Zürich, 28. Juli bis 14. August 1929
Date
1929-01-01
Page
Seite 5 (sequence 143)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476286--7155-3483303
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W eizmann 5 gesetzt ist. Wir stehen heute am Abschluss einer grossen zionistischen Periode, einer Periode der praktischen Bewährung. Vor zehn Jahren haben wir, in Anlehnung an die bedeutenden Anfänge, die von Baron Edmond de Rothschild und den Chowewe Zion gemacht wurden, mit dem Bau des jüdischen Nationalheims begonnen, durch die Arbeit unserer Pioniere, getragen von der Begeisterung der zionistisch fühlenden jüdischen Massen. Wir haben schon damals auch ausserhalb unseres Lagers einzelne Freunde gefunden, aber noch mehr Zweifler. Hatte man 1897 das Fundament unserer zionistischen Theorie, die These vom nationalen Charakter der Judenfrage, angezweifelt, so bezweifelte man 1917 oder 1919 unser Vermögen, ein wirtschaftlich und kulturell lebensfähiges Gemeinwesen zu schaffen, das sich dem neuen politischen Rahmen einfügen lässt. Wir hatten zu zeigen, dass es uns ernst ist. Diesen Beweis haben wir erbracht. Erbracht hat ihn in erster Reihe unsere Jugend, die hinausstürmte in die Gefilde Erez Israels und ihre Kraft einsetzte, um aus dem vernachlässigten Boden das blühende Fruchtland zu machen, das der Heimatboden des jüdischen Volkes werden sollte. Mitgewirkt hat die öffentliche jüdische Meinung und die vielen Juden und Zionisten in der ganzen Welt, die durch den Keren Hajessod und Keren Kajemeth oder auf andere Weise an dem Aufbauwerk teilnahmen. Wir haben eine kolonisatorische Leistung vollbracht, die die Kritik nicht zu scheuen hat. Wir wollen diese Kritik, weil wir durch sie lernen und weil vieles in unserem Werk verbesserungsbedürftig sein muss. Wir hatten in der abgelaufenen Kongressperiode die erwünschte Gelegenheit, unser kolonisatorisches Werk von einer Reihe erstrangiger Experten prüfen zu lassen, und was immer diese in Einzelheiten an Verbesserungsvorschlägen vorbrachten, ihr Urteil hat bewiesen, dass die Grundlagen unseres Werkes gesund und tragfähig sind. Der jüdische Siedler hat seine Scholle in Besitz genommen und er weicht nicht mehr; der jüdische Arbeiter hat Schritt für Schritt sich Positionen errungen und bildet heute ein stabiles und angesehenes Element der jüdischen Bevölkerung. Landwirtschaft und Industrie, grosses und kleines Unternehmertum fügen sich zu einem lebenden Wirtschaftsorganismus zusammen. Wir wissen, all dies zusammengenommen ist noch immer ein Beginn, aber es ist von unwiderleglicher Beweiskraft. Diese Entwicklung Palästinas hat auf die gesamte Judenheit eine tiefe Wirkung ausgeübt. Unsere praktische Arbeit hat Freunde gewonnen. Weite Kreise ausserhalb der Zionistischen Organisation haben verstanden, dass es hier nicht mehr um Parteistreit, nicht mehr um ideologischen Zwist geht, son-

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