Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 482 (sequence 524)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/3476254-3476284--6967-3483114- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
- Haifa 1× ep/1047930
OCR text
19. Sitzung: Schlußreden Wir sind in Gedanken bei einem würdigen Greis, Alexander Süßkindi-Rabinowicz, dem gefeierten hebräischen Schriftsteller. Er steht mir noch lebhaft vor Augen, wie ich ihn beim ersten Kongreß sah, als ich noch jung und er schon ein alter Chowew-Zion war, damals, kurz bevor er nach Palästina ging. Er ist dort eine Art Rabbi geworden — auch bei denjenigen von unseren Freunden, welche sonst nicht viel auf Rabbis halten. (Heiterkeit und lebhafter Beifall.) Wir gedenken in Basel auch gerne eines alten Mitarbeiters, der schon beim ersten Kongreß anwesend war und heute vielleicht der älteste lebende Zionist ist. Er hat schon vor langer Zeit, vielleicht vor einem halben Jahrhundert, begonnen, in Zeitschriften für den Zionismus zu wirken: Dr. Rüben Bier er aus Lemberg, der heute leider nicht unter uns ist und dem der Kongreß seine herzlichsten Grüße entbietet. III. Handelspolitische Resolutionen. 1. In Anbetracht des Wachstums der palästinensischen Wirtschaft und des Aufschwunges der palästinensischen Industrie, die eine ständige Anpassung des Zollwesens an die sich entwickelnde Wirtschaft erfordern, beauftragt der Kongreß die Exekutive, die palästinensische Regierung zur Bildung eines ständigen Tarif-Boards aufzufordern, der die Aufgabe hat, die Forderungen der Interessenten zu prüfen und die notwendigen Aenderungen im Tarifwesen vorzunehmen. Es muß dafür gesorgt werden, daß in diesem Board die Jewish Agency genügend vertreten ist. 2. Der Kongreß beauftragt die Exekutive, von der palästinensischen und der britischen Regierung zu fordern, daß Palästina das Meistbegünstigungsrecht für den Export palästinensischer Waren nach England erhält und damit den englischen Dominions und Kolonien gleichgestellt wird. 3. Da der geplante Hafen in Haifa in großem Umfange dem Transitverkehr nach den Palästina benachbarten Ländern zu dienen berufen sein wird, so wird die Exekutive beauftragt, sich bei der palästinensischen Regierung dafür einzusetzen, daß der Haifaer Hafen zum Freihafen erklärt wird. 4. Zwecks Förderung der palästinensischen Industrie wird die Exekutive beauftragt, von der palästinensischen Regierung ein Gesetz zu fordern, welches dem Handel und der Industrie ermöglicht, in den 482