Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 455 (sequence 497)
- Language
- German, English, Hebrew
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Weizmann sechs Jahre sind nicht durch Resolutionen, nicht durch politische Kombinationen aus der Welt zu schaffen. Hier steht das, was die Menschen geleistet haben, und sie werden weiterhin fruchtbar arbeiten. Im Rahmen der großen Arbeit, die wir alle leisten oder zu leisten versuchen, werden wir uns wieder freundschaftlich begegnen, wenn auch manchmal politische Differenzen unvermeidlich sind. An die ausgeschiedenen Herren richten wir — danken tun die Zionisten nicht, das ist nicht nötig —den innigen Wunsch, daß es ihnen weiter gelingen möge, fruchtbar tätig zu sein zu Ehren und zum Nutzen unserer Sache. Auch eine Institution, die früher existierte, hat andere Formen angenommen: der Finanz- und Wirtschaftsrat. Aber ich glaube, daß auch alle Männer, die dort gearbeitet haben, wieder auf verschiedenen Posten ihre Arbeit fortsetzen und daß ihre Leistungen in dem gemeinsamen Strom der allgemeinen Arbeit wiederzufinden sein werden. Und nun will ich Sie nicht weiter aufhalten. Sie haben noch ein Pensum zu erledigen. Es sind schwere Tage, die hinter uns liegen, und, weiß Gott, es sind schwere Tage, die vor uns liegen. Aber wir sind nur eine kleine Episode in dem großen Weg, den unsere Bewegung und unsere Geschichte zu machen hat. Was sind sieben Jahre, was ist eine Amtsperiode von zwei Jahren in der Geschichte eines Volkes, die nach Jahrtausenden zählt! Ich habe es einmal in einer A. C.-Sitzung gesagt und ich möchte es hier wiederholen: Trotz allen Schwierigkeiten, trotz allen Hindernissen, die unserer Sache inhaerent sind, die ohne Präzedenzfälle dasteht in der Weltgeschichte, sind die Konturen des jüdischen Nationalheims sichtbar für diejenigen, die jetzt schon sehen wollen. Die es noch nicht sehen wollen, die werden es nach drei oder sechs Jahren erblicken. Schon heute strahlt das jüdische Nationalheim seinen Einfluß weit bis in die fernsten Winkel der Diaspora hinaus und schon heute steht das Nationalheim auf festem Boden, der nicht 455