Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 432 (sequence 474)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Erklärungen zur Wahl der Exekutive Zionistischen Organisation die Macht zu erobern. Heute sind wir noch zu schwach dazu, zum Teil auch deshalb, weil Teile der Opposition, die heute gegen die Exekutive kämpfen, uns in den wichtigsten, blutig ernsten Fragen als Gegner gegenüberstehen. Hat doch Herr Jabotinsky, der hier eine große, glänzende Eede gehalten hat, mit keinem Worte die Arbeiterfragen berührt. Er wußte wohl, warum. Wenn wir also zu dem neuen Kurs kein Vertrauen haben, so haben wir gegen die Prätendenten eines späteren neuen Kurses ein noch viel größeres Mißtrauen. Da wir kein Vertrauen zur Erez Israel-Exekutive haben, besitzen wir auch kein Vertrauen zu der Art, wie sie ihre Rechte bezüglich der Fonds benützen wird. Es heißt aber in der Deklaration: „Im Rahmen der statutarischen Bestimmungen", und da muß gesagt werden: noch sind in der Zionistischen Organisation gesetzgebende Körperschaften da. Man wird ohne uns keine Statuten ändern; denn ich glaube an die Kraft der zionistischen Bewegung. (Beifall.) Wenn etwas geschehen sollte, was sich gegen die Fonds richtet, dann werden wir wie ein Mann hinter ihnen stehen. Was die Jewish Agency anlangt, so war der Gedanke, den Kreis von Menschen, die für das jüdische Heim in Erez Israel arbeiten, zu erweitern, unser Gedanke. Von uns ist er ausgegangen. Die Art freilich, wie er in Amerika verwirklicht wird, negieren wir durchaus. Wir werden aber für die volle Demokratisierung der Jewish Agency mit allen Kräften weiter kämpfen. Ich wiederhole also: dieser neue Kurs findet uns in einer Defensivstellung. Wir sind sozial auf diesem Kongresse isoliert. Die Exekutive, die aus den Wahlen dieses Kongresses hervorgehen wird, ist der Ausdruck der jetzigen Situation in der zionistischen Bewegung. Wir übernehmen für diese Exekutive keine Verantwortung. Wir geben ihr nur eine Chance. Wir wollen aber die Gefahr des ergebnislosen Auseinanderlaufens des Kongresses verhüten und werden uns darum an der Abstimmung nicht beteiligen. Ich möchte zum Schluß beantragen, daß jener Passus, der sich auf die Histadruth und auf die Verpflichtung, organisierte Arbeiter zu beschäftigen, bezieht, vom Kongresse angenommen werde. (Lebhafter Beifall.) Del. Izchak Grünbaum (Polen, Radikal — jüdisch): Geehrter Kongreß! Ich wollte eigentlich jetzt nicht sprechen. Wir haben die Eröffnung einer Debatte gefordert, weil wir glaubten, daß nach der programmatischen Erklärung des Präsidenten eine solche unbedingt notwendig ist. In den zehn 432