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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 431

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 431 (sequence 473)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476284--6916-3483063
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Jabotinsky, Grünbaum, Berlin, Locker wonach keine freie Hand existieren soll außer seiner eigenen. Wir wissen, daß von allen Fonds und Instituten der Keren Kajemeth jener Punkt ist, der heute sicher und fest dasteht. 'Lebhafter Beifall.) Wenn aber hier gesagt wird, die Exekutive solle freie Hand haben, so ruft das mit Recht große Beunruhigung hervor, und zwar auf allen Seiten; denn kein Teil der Zionistischen Organisation ist jedem Zionisten so teuer wie der Keren Kajemeth. Der Keren Kajemeth ist mit dem Keren Hajessod gar nicht zu vergleichen. Der Keren Hajessod ist nur eine Sammelzentrale, und sein Erträgnis steht zur Verfügung der Zionistischen Organisation. Der Keren Kajemeth dagegen ist in seiner Existenz außerhalb der Führung der Zionistischen Organisation gestellt. Die Vertreter der Exekutive haben wohl ein Vetorecht, die Direktoren haben jedoch allein zu bestimmen, was aus diesem Fonds gemacht werden soll. Es scheint nun, daß man mit der Absicht umgeht, den Keren Kajemeth zu einem Glied in der ganzen Kette zu machen, die von der Exekutive repräsentiert wird. Wir schlagen daher vor, aus dem betreffenden Passus den Keren Kajemeth auszuscheiden. (Lebhafter Beifall.) Berl Locker (A. C, Poale Zion — jüdisch): Wir sind natürlich von der Deklaration, die wir gehört haben, nicht befriedigt. (Zwischenruf beim Misrachi: Ein schlechtes Geschäft!) Der Misrachi sollte über Geschäfte nicht reden! (Lebhafter Beifall und Zwischenrufe.) Da mich Herr Dr. Barth fragt, wann der Misrachi Geschäfte gemacht hat, so antworte ich, daß er z. B. vor zwei und vier Jahren mit dem einheitlichen Schekel ein Geschäft gemacht hat. (Dr. Barth: Unwahr! Lebhafte Zwischenrufe.) Wir sind mit dem neuen Kurs, der sich auf diesem Kongreß gezeigt hat und deutlich die Tendenz hat, die Kraft der Arbeiterschaft zu brechen, sehr unzufrieden. Die Arbeiterschaft hat sich während der Krise in Palästina und im Zionismus als eine zu starke Kraft erwiesen, als daß man sie brechen könnte. Die Wahlen zu dem Kongreß haben uns gezeigt, daß unsere Kraft im Zionismus wächst. Zehntausende der besten zionistischen Wähler und jüdischen Arbeiter stehen hinter uns. Wir haben daher Kraft genug, auch jene Attacken auszuhalten, die sich in breiten Kreisen der zionistischen Bewegung gegen uns richten. Wir stehen also, wie gesagt, der Exekutive mit dem vollsten Mißtrauen gegenüber. Wenn mich die Eadikalen fragen sollten, wie wir stimmen werden, antworte ich: Wir befinden uns gegenwärtig in einer Uebergangszeit des Zionismus. Wir betrachten uns noch nicht als die Kraft von heute, sondern als die Kraft von morgen. Wir werden danach streben, in der 431

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