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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 418

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 418 (sequence 460)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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17. Sitzung: Bericht der Kolonisations-Kommission wirtschaftliche Arbeit ein überaus langwieriger Prozeß ist, daß sie niemals selbst die Früchte ihrer Arbeit genießen werden, sondern daß sie für die kommenden Geschlechter, für die Gesundung unseres Volkes arbeiten. (Lebhafter Beifall.) Dieses Moment muß in Eechnung gestellt werden, wenn die Eechnung stimmen soll. Wir haben nicht einen Platz für unser Geschäft gesucht, sondern einen Platz für unsere Seele. Und diesen Platz haben wir gefunden. Niemals hat uns Keue angewandelt, niemals hatten wir das Gefühl, uns in unserer Eechnung geirrt zu haben. Ich will mich über die Form der landwirtschaftlichen Kolonisation, über Kwuzoth und dergleichen nicht auslassen. Wir bauen Erez Israel nicht mit Rechnungen, sondern hauptsächlich mit Idealismus. Deshalb darf man die Arbeiter in der Verwirklichung ihrer Ideale nicht stören. Viele möchten, daß unsere Arbeiter auf einem tieferen Niveau stehen, weil sie sich davon eine bessere Arbeitsleistung versprechen. Das ist unsinnig. Unintelligente Arbeiter kann man anlernen, aber ein intelligentes Material herabzudrücken ist unmöglich und auch unerwünscht. Diejenigen, die den Arbeitern Unterstützung versagen möchten, weil sie die rituellen Speisegesetze nicht beachten, sollen sich die Frage vorlegen, ob sie auch ihre eigenen Kinder, die sich derselben Uebertretung schuldig machen, im Stiche lassen würden. Die Budgetkommission hat einen Betrag von 106.000 Pfund für Kolonisation ausgeworfen. Davon sind 80.000 Pfund bereits ausgegeben. Von den verbleibenden 26.000 Pfund gehen 14.000 Pfund auf Administration, Instruktoren usw. ab. So verbleibt für die ganze Kolonisation, für die sogenannte „Konsolidierung", ein Betrag von 10.000 bis 12.000 Pfund. Auf 7000 Menschen verteilt, macht das 1 Pfund und 33 Piaster auf den Kopf. Und damit will man unsere Wirtschaft konsolidieren! Ist das nicht ein Plan, um unser einziges Aktivum zu ruinieren? Will man, wo wir ohnehin in einer solchen Krise stehen, auch den Teil, der noch lebendig ist, vernichten? Für Handel und Industrie wird uns ein Budget von 4000 Pfund vorgeschlagen. Da die Verwaltungsspesen allein 2000 Pfund betragen, ist es weiser, diese Abteilung zu schließen, als sie durch Kürzung ihres Budgets zu erdrosseln. Jeder Arzt, der sich zu einer Operation anschickt, prüft den Puls des Patienten, ob er die Operation auch aushalten wird. Ich sage Ihnen: Wir werden diese Operation nicht aushalten. Darum bitte ich den Kongreß, diese Vorschläge der Budgetkommission nicht anzunehmen. Die einzige Hoffnung des Jischuw seit fünf bis sechs Monaten war dieser Kongreß. 418

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