Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 417 (sequence 459)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mossinsohn, Zuchowiecki Sektion iüi diese Schalkategorie zur Verfügung. Dieser Summe werden auch die Summen zugeschrieben, die infolge einer Budgetänderung im Laufe des Jahres angenommen werden. 7. Das A. G. wird beauftragt, eine Kommission zu wählen, die die Grundlagen der Erziehung in Palästina, ihre Methoden und Richtung untersuchen soll. Gleichzeitig beauftragt der Kongreß das neue Aktion s-Komitee, eine Kommission zu bilden, die die Lage der Erziehung und der hebräischen Kulturtätigkeit in den Galuthländern sowie die Wege zu ihrer Besserung und Hebung untersuchen soll. Diese Kommission soll ihren Bericht dem A. C. vorlegen. Vorsitzender: Ich schlage vor, alle Anträge der Erziehungskommission en bloe anzunehmen. (Nach Durchführung der Abstimmung:) Die Anträge sind angenommen. Wir gehen jetzt zum Bericht der Kolonisationskommission über. Del. Samuel Zuchowiecki (Palästina, Berichterstatter der Kolonisationskommission — jüdisch): Man spricht viel von einer Krisis in Palästina. In der Landwirtschaft gibt es keine Krise. In den letzten drei Jahren sind in Palästina 13.676 neue Landwirte hinzugekommen. Außer diesem Aktivum an Menschen ist auch ein Aktivum an Geld vorhanden; denn ein großer Teil dieser Menschen gehört dem Mittelstande an. Diese neuen Menschen haben zusammen 1,400.000 Pfund eigenes Geld ins Land gebracht. Das allergrößte Aktivum aber besteht darin, daß wir diese Menschen, die niemals der Landwirtschaft angehörten, umgeschichtet, daß wir sie zu Landwirten gemacht haben. Von der letzten Alijah, von der so viel geredet wird, stehen heute tausende Menschen auf den Feldern. Wir sind mit einem Programm ins Land gekommen, wohl wissend, daß das Galuth auch in der Art, wie man lebt, besteht. Wenn wir nur den Ort wechseln, so ist damit nichts getan. Wir sind ins Land gekommen, um unser Leben zu ändern und sind ins Dorf gegangen. Dort kann man nur leben, wenn man selbst arbeitet, und man muß danach trachten, daß die Arbeit nur von jüdischen Arbeitern durchgeführt wird. Wenn dies nicht der Fall ist, werden wir niemals das Land als unser eigen betrachten können. Das Besitzrecht, das wir Gott, und nicht den arabischen Kuschanen zu verdanken haben, ist an die Bedingung geknüpft: „im Schweiße Deines Angesichtes wirst Du Brot essen". Die Menschen, die ich hier vertrete, wissen sehr wohl, daß das Hineinwachsen in land- 27 417