Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 415 (sequence 457)
- Language
- German, English, Hebrew
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Mossinsohn Schulen eine Verschwendung von Geld sehen, ist unberechtigt. Die Zahl der Schüller überschreitet in allen Schulen und Klassen sogar die Grenze des pädagogisch Zulässigen. Wir müssen jeder Kiehtung und jeder Strömung Autonomie in der Gestaltung ihrer Schule gewähren. Wir müssen nur darauf achten, daß sie zusammen eine Einheit bilden. Die Kommission hatte sich auch mit der Frage der Universität und des Technikums zu befassen. Leider waren wir diesmal gezwungen, von der Behandlung dieser Fragen Abstand zu nehmen. Man hatte uns leider kein Material vorgelegt, nur eine Eesolution lag vor, das Eigentumsrecht der Zionistischen Organisation auf die Verwaltung der Universität xu übertragen. Wir nahmen aber von einem Beschluß Abstand, weil wir den ganzen Fragenkomplex nicht behandelt hahen. Zuletzt möchte ich den Wunsch aussprechen, daß die 2000 Pfund, die im Budget des XIV. Kongresses für die Errichtung einer zentralen Schule in Emek bestimmt wurden, auch ausgezahlt werden. Wir hoffen, daß der Kongreß unsere Beschlüsse annehmen wird. Vorsitzender: Ich bedaure, daß unter den Delegierten einige dem Eeferat des Herrn Dr. Mossinsohn nicht folgen konnten. Berichterstatter Dr. Mossinsohn: Ich werde Ihnen nun die Eesolutionsanträge verlesen, um deren Annahme ich bitte, bemerke jedoch, daß der erste Punkt nur als eine Deklaration und ein Wunsch ausgesprochen wird. Die Eesolutionen lauten: 1. Die Erziehungskommission des 15. Kongresses stellt auf dem Standpunkt, daß in der Erziehungsarbeit in Palästina keine Einschränkung möglich sei nnd daß bei jedem Budget, welches für die Palästina-Arbeit beschlossen werden wird, die Erziehungsarbeit nicht «ingeschränkt werden darf. Deshalb nimmt sie das Budget des Waad Hachinuch in der Form, wie es von ihm vorgeschlagen wurde, auf und schlägt dem Kongreß vor, es zur Gänze zu bestätigen. 2. Der Kongreß beauftragt die zionistische Leitung in Palästina, im Einvernehmen mit dem Waad Leumi eine aus den Vertretern der Zionistischen Organisation und des organisierten Jischuw in Palästina zusammengesetzte Kommission zu schaffen, zwecks Klärung der Erziehungsprobleme auf Grund der nach der Annahme des Gemeindegesetzes neugeschaffenen Lage. Diese Kommission soll ihre Beschlüsse dem kommenden Kongresse vorlegen. 415