Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 414 (sequence 456)
- Language
- German, English, Hebrew
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17. Sitzung: Bericht der Erziehungs-Kommission worden sind, sagen. Wir wußten, daß die Frage der Erziehung mit der allgemeinen Budgetfrage im engen Zusammenhang steht und nicht unabhängig von ihr gelöst werden kann. Die Erziehungskommission steht aber auf dem Standpunkt, daß in der Erziehungsarbeit in Palästina keine Einschränkungen möglich sind. Wenn der Zionismus keine bloße Unternehmung ist, sondern eine Bewegung, die zu einer Kenaissance des jüdischen Volkes führen soll, so muß er der Erziehung der jungen Generation besondere Aufmerksamkeit schenken. Die Erziehung in Palästina will einen neuen Typus des ganzen und normalen Juden schaffen. Kürzungen auf dem Gebiete der Erziehung sind darum unzulässig. Wir stehen bereits vor einer geistigen Krise, die viel gefährlicher ist als eine materielle. Eine solche Krise ist unvermeidlich, wenn das Budget des Erziehungswesens verkürzt wird. Unsere Kommission hält es darum für notwendig, den ersten Punkt ihrer Beschlüsse wenigstens in Form einer Deklaration und eines Wunsches dem Kongresse vorzulegen, um in keine Kollision mit den Bestimmungen des allgemeinen Budgets zu kommen. Dieser Punkt wird darum nicht zur Abstimmung gelangen. Unsere Erziehungskommission hat sich auch mit der Frage der Beziehungen der Zionistischen Organisation zum Erziehungswesen 'befaßt. Es wurde auf den Kongressen schon mehrere Male betont, daß die Erziehung ein wesentlicher Bestandteil der Arbeit der Zionistischen Organisation in Palästina und im Galuth sei. Die Zionistische Organisation soll Autorität in allen Angelegenheiten der Erziehung in Palästina haben. Sie muß jedoch in dieser Arbeit mit anderen Faktoren in Berührung kommen, vor allem mit der organisierten Judenheit Palästinas und ihrer Vertretung, dem Waad Haleumi. Wir haben darum den Wunsch ausgesprochen, daß die zionistische Leitung in Palästina im Einvernehmen mit dem Waad Leumi eine aus Vertretern der Zionistischen Organisation und des organisierten Jischuw bestehende Kommission zwecks Klärung der Erziehungsverwaltung schaffen soll. Solange die Form des Gemeindegesetzes noch nicht geklärt ist, konnten wir hier keinen Beschluß über die Mitarbeit des Waad Leumi fassen. Die Erziehungskommission stand auf dem Standpunkt, daß die drei bestehenden Formen der Schule in Palästina berechtigt sind. Der Waad Hachinuch, der nach dem Beschlüsse des XIV. Kongresses von der Exekutive gebildet wird, besteht aus den Vertretern der drei Ktehtungen und Strömungen, die 5 m Er ziehungs wesen Palästinas bestehen. Der Vorwurf derjenigen, die im Bestehen dreier verschiedener Typen von 414