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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 352

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 352 (sequence 394)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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14. Sitzung: Referat über Zionismus und jüd. Gegenwart sein könne. Die Frage der Ga 1 u t ha r b e i t der Z ionist en erhielt ein neues Gesicht. Eine zwiespältige Auffassung trat ein. Es war die Frage, ob unter allen Umständen alle jüdischen Kräfte auf Palästina zu konzentrieren seien oder ob die Zionisten in erster Linie einen Machtkampf im Galuth durchzukämpfen hätten. Nach der Balfourdeklaration und seit Gründung des Keren Hajessod war der Inhalt der zionistischen Propaganda durch die Idee von Chibbath Zion bestimmt. Man wandte sich an alle Juden, in denen noch jüdischer Glaube und jüdisches Bewußtsein lebten, und erreichte in der Tat mit Hilfe der Keren Hajessod-Propaganda überall eine Schicht von Menschen, etwa zwischen 40 und 60 Jahren. Berichte über Palästina, Schilderungen des palästinensischen Lebens und der neuen Möglichkeiten waren der Inhalt dieser Propaganda. Palästinakunde konnte aber nicht zu einem Ersatz für zionistische Propaganda werden. Die heranwachsende Generation mußte durch diese Propaganda unberührt bleiben, wenn sie nicht, den Weg zum Pionier tum fand. Der stärkste Inhalt der zionistischen Propaganda wurde das von Hoffnungen auf neues Leiben und neue Gemeinschaftformen gespeiste Chaluzideal. Solange es keine zionistische Kolonisation im eigentlichen Sinne gab, war zionistische Propaganda relativ einfach, da man nicht feststellen konnte, wie weit unsere Idee der Wirklichkeit gewachsen ist. Seit dem Kriege aber begann die zionistische Kolonisation. Sie zeigte unsere Leistungen, aber ebenso auch unser Versagen. Es war ebem echtes Leben mit seiner Kraft, aber auch mit seiner Unzulänglichkeit. Vorher standen wir als Ideenbewegung andern gegenüber, die glaubten, auch Ideen vertreten zu können. Heute zeigen wir eine Wirklichkeit, und die andern nehmen diese zionistische Wirklichkeit für den ganzen Zionismus. Und während man früher in der Propaganda um das letzte Ziel kämpfte, findet man heute Gegner, die sich gar nicht mehr 352

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