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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1927-01-01 · 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927 · p. Seite 353

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
Date
1927-01-01
Page
Seite 353 (sequence 395)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Blumenfeld um unsere programmatischen Absichten kümmern, sondern die palästinensische Wirklichkeit zu diskreditieren suchen. Während sie früher sagen mußten, wie sie sich die Erneuerung der jüdischen Welt vorstellen, können sie sich heute damit begnügen zu sagen: „Was Ihr in Palästina tut, ist gar nichts so Besonderes." Dies ist im wesentlichen die Problemstellung. Ich will mich nun der Darstellung einiger Einzelfragen zuwenden, um den Weg zu zeigen, den wir zu gehen haben. Zwei Formen des Zionismus. Erstens: der Zustand der jüdischen Gesellschaft in Europa und Amerika. Ich habe Ihnen schon erklärt, daß die jüdische Gesellschaft sich erst im Laufe der letzten Jahrzehnte in neue Formen umgesehmolzen hat. Wir haben es heute überall mit einer jüdischen Welt zu tun, die unter sich lebt, ihre eigenen Einrichtungen schafft und sich auch jüdisch zu befriedigen versucht. Und nun möchte ich die zionistische Haltung gegenüber dieser jüdischen Welt untersuchen. Ich habe immer Wert darauf gelegt, in unserer Propaganda zwei Formen von Zionismus zu unterscheiden: den präassimilatorischen und den postassimilatorischen. Das ist nicht identisch mit östlichem und westlichem Zionismus; denn beide Formen gibt es in Ost und West. Ich meine den Zionismus der Juden, die aus jüdischen Erinnerungen heraus Zionisten werden, und den Zionismus der Juden, die, nachdem sie die Welt kennen gelernt haben und bis an die Grenze gekommen sind, aus Persönlichkeitsgefühl den Weg zum Zionismus finden. Ich sprach in Amerika mit einem führenden Juden darüber, der aus unserer großen Literatur nur ein Buch kannte: Ruppins „Juden der Gegenwart". Der sagte mir lächelnd in einem Gespräch: „Ich bin hoffnungslos, denn ich bin doch die vierte Generation, die, nach Ruppin, verschwindet.44 Da erwiderte ich ihm: „Schade, daß Sie nicht 23 353

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