Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 15 (1927) Basel, 30. August bis 11. September 1927
- Date
- 1927-01-01
- Page
- Seite 303 (sequence 345)
- Language
- German, English, Hebrew
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R. Levinson die Bevollmächtigten Palästinas, die Vertreter des Keren Hajessod her. Wir wissen die große und aufopfernde Arbeit zu sehätzen, die durch die Vertreter des Keren Hajessod in Polen geleistet wurde. Wir haben aber das Eecht, von den Vertretern des Keren Hajessod zu verlangen, daß sie in ihrer Arbeit ihre sonstige Parteigesinnung im Interesse des Keren Hajessod nicht in übertriebenem Maße zum Ausdruck bringen. Sie sollen die Parteileidenschaften der verschiedenen Gruppen nicht aufstacheln. Man soll nicht mit solchen Eeden in der Oeffentlichkeit auftreten, die Erbitterung schaffen, wie es der Misrachi tat. Der Sabbath ist ein Begriff, der in seiner Heiligkeit zustandekommt, wenn man die sechs Tage der Arbeit ins Auge faßt. Wenn Arbeitslosigkeit herrscht und der nach Arbeit sehnsüchtig ausschauende Pionier eine Almosenexistenz fristen muß, dann hat auch der Sabbath seine Weihe eingebüßt. Dessen sollte Herr Babbiner Ostrowsky eingedenk sein, der nicht genug scharf über die Arbeiterschaft herfallen könnte. Zum Schluß möchte ich noch einmal betont haben, daß unsere Geldaufbringungspolitik in der Kichtung der Erhöhung der Einnahmen aus den europäischen Ländern gehen muß, wobei uns als Ziel Ausgleichung der Einnahmen des Keren Hajesod in der Alten und der Neuen Welt vorschweben muß. Schluß der Sitzung: 11 Uhr 10 Min. abends. Zehnte Sitzung. Mittwoch, den 7, September 1927» Beginn der Sitzung: 4 Uhr 30 Min. nachmittags. Vorsitzender: Vizepräsident Leo Motzkin. Del. Rabbi I. J. Yoffey (England, Misrachi — jüdisch): Wir haben gestern abends die Meinung einiger Kabbanim des Misrachi über den Keren Hajessod und den Keren Kajemeth gehört. Diese Fonds leiden darunter, daß der Sabbath in Palästina oft entheiligt wird und daß die Gesetze der Kaschruth nieht beachtet werden. Wir machen insbesondere die Herren vom linken Flügel darauf aufmerksam. Wir anerkennen die schweren Bedingungen, unter welchen die Bevölkerung in Palästina lebt, aber eben deshalb kommen wir als gute Freunde, aLs Angehörige eines Volkes und einer Keligion, als Brüder, 303